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Es sind zusammengedrängte glänzende weisse, im gebro-chenen Lichte gelbliche, vierseitige Kryslalle, löslich in gleich-viel heissem Wasser. Beim Zusetzen von Schwefel- oderChlorwasserstoffsäure zu der Lösung scheidet sich ein star-ker pomeranzenfarbener Niederschlag ab, welcher beim Trock-nen braunro/h wird.Pll* Sax, Sechs Un%. zerfallenes schwefelsaures Na-tron und eine Unz. Russ werden in einem passenden ge-räumigen Tiegel in der Wärme geschmolzen, bis sie aufhö-ren zu schäumen. In einen eisernen Mörser ausgegossenwird die Masse gepulvert, in der 6fachen Wassermenge ge-löst und die Lösung eine halbe Stunde lang mit siebenDrachm. gewaschenen Schwefelblumen und vierund einer halben Drachm. schwarzem Sc/iwefelspiess-glan-z gekocht. Die Flüssigkeit wird dann filtrirt und zurKrystallisation bei Seite gesetzt. Die gewonnenen Krystallewerden abgewaschen und getrocknet. Sie dienen zur Dar-stellung des Sulphur stibiatum aurantiacum lf rubeum undmüssen hierzu frisch bereitet werden.
Das Natriumsulfantimoniat ist ein Schwefelsalz, welchesaus Schwefelantimon oder Schwefelspiessglanz uffd Schwefelna-trium besteht. Vergl. Einleit. S. 31. Seine konstante Zusam-mensetzung, Leichtlö'slichkeit und Fähigkeit in schönen gros-sen Krystallen anzuschiessen veranlassten Duflos, die Aufmerk-samkeit der Pharmaceuten auf dieses Salz zu lenken. Schlippestellte es zuerst in Krystallen dar, daher der Name Schlippe''-sches Salz. Man stellt es sowohl auf nassem als auch auf trocknemWege dar. Die vorstehenden Vorschriften geben die Darstel-lung auf trocknem Wege an. Wird dieselbe nach Vorschriftder Ph. Sl. Hols. ausgeführt, so besteht der Process im Fol-genden. Das schwefelsaure Natriumoxyd (NaO,S0 3 ) wird durchKohle (C) zu Schwefelnatrium (NaS) reducirt, wobei unter Auf-schäumen der Masse Kohlenoxydgas (CO) entweicht. Das 3fachSchwefelantimon (schwarzes Schwefelspiessglanz = SbS 3 ) ver-bindet sich mit dem gebildeten Schwefelnatrium zu einem Sehwe-felsalz, welches sich unter Abscheiden von Antimonmetall inNatriumsulfantimoniat umwandelt. 9(NaO,S0 3 ) und 5SbS 3 und36 C geben 3(3NaS,SbS=) und 2 Sb und 36 CO. Nach Vor-schrift der Ph. Sax. wird noch Schwefel hinzugesetzt. In die-sem Falle findet natürlich ein Ausscheiden von Antimonmetallnicht statt, sondern der Schwefel verbindet sich mit dem 3fachSchwefeJantimon zu öfach Schwefelantimon. Ueber die Dar-stellung des Natriumsulfantimoniats auf nassem Wege und den