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2 (1857)
Entstehung
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393
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itallisirt in treppenförmig zusammengestellten Würfeln (Hexae'dern), sodass sie zusammen eine kleine hohle Pyramide bilden, deren Spitze beiihrer Entstehung an der Oberfläche der krystallisirenden Soole nach Un-ten gerichtet ist. Aus'Flüssigkeiten, welche Phosphate enthalten, kry-stalüsirt es in Oktaedern. Die Krystalle sind wasserfrei (von 2,16 spec.Gew), schliessen aber etwas Wasser ein, daher sie beim Erhitzen mitstarkem .*nistern zerspringen (dekrepitiren). In sehr feuchter Luft zer-fliesst es. 100 Th. Wasser lösen 37 Th. Kochsalz, gleichviel ob dasWasser heiss oder kalt ist. Fremde Salze vermehren die Löslichkeit.Erkältet man die Salzlösung bis10°, so krystallisirt das Salz in gros-sen breiten wasserhellen Säulen , welche die Formel NaCI.4HO haben,aber schon an der Luft unter 0° verwittern und zerfliessen. In der Rolh-glühhitze schmilzt das Kochsalz und erstarrt heim Erkalten zu einerkrystallin/schen Masse, in der Weissglühhitze verflüchtigt es sich. Inreinem Weingeist ist Kochsalz unlöslich. 100 Th Weingeist von 0,810spec. Gew. lösen 0,18 Th. Kochsalz, von 0,840 spec. Gew. gegen 0,8 Th.,von 0,900 spec. Gew. ungefähr 2 Tb. Die wässrige Lösung des Koch-salzes besitzt die Eigenschaft mehrere in Wasser unlösliche Verbindun-gen, namentlich Chlorsilber, phosphorsaure Kalkerde und schwefelsaureKalkerde aufzulösen.

Prüfung auf Reinheit. Weisse Trübungen auf Zusatzvon kohlensaurer Natronlösung zur Chlornatriumlösung zeigeneine Verunreinigung mit Erden, auf Zusatz von Chlorbaryum-lösung eine solche mit schwefelsaurem Salze an.

Matrium *iil|>liiirato-«til>iatiuii.

3NaS,SbS 3 -|-18HO; Natrum snlphurato-hydrothionicum, Sul-phuretum Natrii & Stibii; Sulfoslibiate de Sodium; Schwefelan-timon- Schwefelnatrium, Fünffach Schwefelantimonnatrium. An-timonpersulfld-Natrinm, Natriumantimonsullid, Natriums ulf-antimoniat, Schlippesches Salz.

Pll« Sl. Hol«. Vier Unz. trocknes schwefelsauresNatron, zwei Unz. schwarzes Schwefelspiessglanzund eine Unz. Holzkohle werden gepulvert und gut ge-mischt in einem hinreichend geräumigen und bedeckten Tie-gel eine halbe Stunde und länger geglüht, bis sie völlig ge-schmolzen sind und wie Oel ruhig fliessen. Die fliessendeMasse wird in einen steinernen Mörser gegossen, nach demErkalten gepulvert, unter Kochen in der 8fachen Menge de-still. Wassers gelöst und die Lösung 24 Stunden in einembedeckten Gefässe bei Seite gestellt. Alsdann wird die Lö-sung dekantirt, flllrirt, abgedampft und zur Krystallisationgebracht. Die gewonnenen Krystalle löst man in der dop-pelten Menge destill. Wassers auf, um die Lösung noch-mals durch Abdampfen und Abkühlen zur Krystallisationzu bringen.