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2 (1857)
Entstehung
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388
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Die dritte Sorte brannte schwierig unter Aufblähen an und ver-brannte langsam mit nicht russender Flamme. Die vierte Sortewar von etwas weniger bitterem Geschmacke und brannte nurunter Aulblähen, so lange sie in die Weingeistflamme gehaltenwurde. Es scheint die Myrrhe der eingetrocknete Saft ver-schiedener, in Arabien wachsender Therebinthaceen zu sein.

Ruickoldt fand die Myrrhe zusammengesetzt in Proc. aus 2,'83 flüch-tigem Oele, 44,76 Harz, 40,818 Gummi, 1,475 Wasser, Kalk, Bittererde-salzen, Eisenoxyd etc. liley und Üiesel fanden in der Myrrhe keine Ben-zoesäure, wohl aber Ameisensäure.

Aufbewahrt wird die Myrrhe in Flaschen oder Blech-büchsen, ganz und als feines Pulver. Zur Darstellung vonTinkturen und anderen Auflösungen wird es im grobgepulver-ten Zustande verwendet.

Natrium bromatnm.

NaBr; Natrum hydrobromicum; Iiromure de Sodium; Bromideof Sodium; Bromnatrium.

Pll. HttUlbt Vierzehn Drachm. Aetzna fr ort lauge wer-den mit anderthalb Unz. destill. Wasser verdünntund unter Umrühren mit einem Glasstabe nach und nachmit einer Un*. Brom versetzt. Damit die Lösung neutralsei, wird, wenn es nöthig ist, tropfenweise noch Aetznatron-lauge zugesetzt. Die Flüssigkeit wird zur Trockne einge-dampft, der Rückstand mit etwas Kohlenpulver vermischt ineinen hinreichend geräumigen Tiegel gethan und in massi-ger Hitze gebrannt. Dann wird in Wasser aufgelöst, dieLösung filtrirt, endlich in einem porcellanenen Gefasse inder Wärme des Dampfbades zur Trockne gebracht und derSalzrückstand in einein gut verschlossenen Gefässe aufbewahrt.Es soll ein weisses, in Wasser leicht lösliches Pulversein. Die wässrige Lösung soll das geröthele Lnckmuspa-pier nur wenig bläuen, auf Zusatz von Chlorwasser alsbaldbraun werden. Aus diesem letzteren Gemische wird beimSchütteln mit Aether das Brom mit goldgelber Farbe abge-sondert. Mit Stlbernitrat giebt die wässrige Lösung einenweissen Niederschlug, welcher von Aelzamnionflüssigkeit, diemit der 3fachen Wassermenge verdünnt ist, nicht gelöst wird.Das Präparat sei auch nicht mit bromsaurem Natron ver-unreinigt. Dieses verräth sich durch die goldgelbe Färbungbeim Zusetzen von Chlorwassersloffsäure.

Die Darstellung des Bromnatriums gleicht im Ganzen derdes Jodkaliums. Die Vorschrift, welche die Ph. Hamb. giebt,weicht von derjenigen, welche S. 187 sub 9 als die beste zur