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Theil mit Myrrhentinktur befeuchtet und auch mit Myrrhen-pulver bestreut sind. Die Myrrha electa ist die officinelle Sorte.Je zerbrechlicher, mürber, je heller an Farbe und je schnellersie sich in das Licht gehalten entzündet und mit russenderFlamme verbrennt, um so besser ist sie. Die Ph. Bor. hateine Beschreibung derselben gegeben. Die schlechteren Sortensind an der dunklen braunen Farbe und dem schmutzigen An-sehen zu erkennen. Die weisse Myrrhe, Myrrha alba, ist weiss-lich oder gelblich, von mattem Glänze, geruchlos, von sehr bit-rem, aber nicht gewürzhaftem Geschmacke. Sie ist zu ver-werfen, so wie die indische Myrrhe, Myrrha orientalis s. nova,welche einige Male schon in den Handel gekommen ist. Siebesteht aus derben eckigen, t bis 3 Zoll langen und zolldiekenStücken. Sie ist unscheinbar, mit einem schmutzigen, bräun-lichweissen Staube überzogen. Auf dem Bruche findet mandie Stücke braunroth und durchscheinend, nach der Peripherieimmer dunkler undurchsichtiger und endlich schwarz werdend.Sie schmecken weniger bitter aber mehr gewürzhaft. Der Ge-ruch kommt dem der ächten Myrrhe nahe, ist jedoch etwassüsslicher. Pf«ff beschrieb diese Sorte zuerst und fand darinöfters auch ein Gummiharz in undurchsichtigen gelblichweis-sen, dem Ammoniakgummi ähnlichen Tropfen von höchst bit-terem Geschmacke. Die mit Kirsch - oder Pflaumengummiverfälschte Myrrhe erkennt man nach Buchholz an ihrem hel-leren Glänze, grösserer Durchsichtigkeit und dem schleimigenGeschmacke. Die mit Gummi oder Harzstücken, die in einerweingeistigen Myrrhenlösung vorher getränkt wurden, verfälschteMyrrhe, verräth sich durch das Zusammenkleben und durchihre grössere Zähigkeit. Harzstücke schmelzen beim Erhitzen.Die mit Bedellium verfälschte macht sich durch die dunkel-braunere Farbe, durch Zähigkeit, minder bitteren Geschmackund durch das Knistern und Spritzen, wenn sie in die Licht-flamme gehalten wird, kenntlich.
JEine vorliegende elekte Myrrhe von schönem Aussehen be-stand, wie die nähere Untersuchung ergab, aus 4 verschiede-nen Sorten, von denen eine jede im Geschmack verschieden,obgleich im Allgemeinen ähnlich war. Der Geruch war ziem-lich gleich. Die eine Sorte brannte in eine Weingeistflammegehalten leicht an und brannte ruhig und schnell mit langerrussender Flamme. Die andere Sorte brannte schwieriger anund verbrannte langsamer mit kurzer wenig russender Flamme.
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