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geben. Diese wird in ein Sandbad gesetzt und mittelst einesLutums aus gebranntem Gyps und Mehl mit einer geräumi-gen tubulirten Vorlage verbunden. Der Vorlage wird einegekrümmte Rohre eingesetzt, deren äusseres Ende in eineFlasche mit wenigem Wasser reicht. Nachdem das Lutumgetrocknet, wird durch den Tubulus der Retorte eine Mi-schutig aus vier Unz. Engl. Schwefelsäure und zweiUnz. Was8er eingegossen i, der Tubulus mit einem Glas-stopfen verschlossen und bei erst gelindem, gegen das Endeallmählig vermehrtem Feuer so lange deslillirt, bis nichtsmehr übergeht. Nachdem Alles völlig erkaltet ist, wird diedestillirte Flüssigkeit von dem geringen getbrothen Boden-satze vorsichtig abgegossen und in einem mit Glasstopfenund Wachstektur versehenen Glase aufbewahrt. Spec. Gew.1,440 bis 1,450. Es soll eine gelbliche Flüssigkeit sein,welche an der Luft weisse Dämpfe ausstösst. DiePll. Ilanil. giebt eine ähnliche Vorschrift.
Basilius Valentimts im löten Jahrh. stellte das Antimon-chlorid zuerst nicht nur durch trockne Destillation eines Ge-misches aus Quecksilberchlorid und Schwefelantimon, sondernauch durch Auflösen des Antimonglases in Salzsäure dar. Ernannte das Präparat Oleum Anliinonii. Glauber bereitete es1651 durch Destillation aus Antimonglas, Kochsalz und Vitriol.
Das flüssige Antimonchlorid der kommentirten Pharmako-pöen ist eine Lösung des Antimonchlorids in verdünnter Chlor-wasserstoffsäure. Eine Lösung in Wasser ist nämlich nichtmöglich, indem es sich beim Vermischen mit Wasser unterAbscheidung von sogenanntem Algarothpulver zersetzt. Wirdnach Vorschrift der Ph. Sl. Hols. und Saar. Antimonoxyd, wiez. B. Stibium oxydatum fuscum, mit Chlornatrium (Kochsalz)und verdünnter Schwefelsäure der Destillation unterworfen, sodesüllirt zuerst wässrige Chlorwasserstoffsäure über und dasspäter folgende Antimonchlorid löst sich in dieser auf. Einhierzu passender Destillationsapparat, wie ihn die Vorschriftauch fordert, ist in umstehender Figur wiedergegeben. DerProcess der Antimonchloridbildung besteht hier darin, dass dieSchwefelsäure aus dem Chlornatrium Chlorwasserstoffsäure(HCl) frei macht (vergl. Th. I. S. 311), welche mit dem An-timonoxyd (SbO 3 ) zu Antimonchlorid und Wasser sich verei-nigt. 3HC1 und SbO 3 geben SbCl 3 und 3HO. Das Präparatnach der von der Ph. Sl. Hols. gegebenen Vorschrift ist kon-centrirter als das der Ph. Bor. und Hamb. Die Vorschrift die-ser beiden letzteren Pharmakopoen erfordert zunächst die Dar-