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entdeckt man Chlormetalle durch Silbernitrat, Schwefel-säure durch Chlorbaryum. In einer Aetzlauge von 26 bis 27Proc. Aetzkaligehaltist schwefelsaures Kali so gut wie unlöslich.Salpetersaures Kali wird nach der Sättigung mit verdünn-ter Schwefelsäure auf die Th. I. S. 351 angegebene Weisegefunden. Verunreinigungen mit Metallen erkennt man an ge-färbten Niederschlägen, welche beim Vermischen der etwasverdünnten Lauge und auch der mit Chlorwasserstofisäure ge-sättigten und angesäuerten Lauge mit Schwefelwasserstoffwas-ser entstehen. Vergleiche Einleitung S. 178 unter Schwefel-wasserstoff. Kalkerde wird aus der durch Chlorwasserstoff-saure nicht völlig gesättigten Lauge durch Zusatz von oxal-saurer Ammonlösung gefällt. Kalk ist eine seltene Verunreini-gung. Natron wird an der gelben Flamme erkannt, mit wel-cher der mit der Aetzkalüauge vermischte Weingeist brennt.Vergl. hierüber Einl. S. 185 und 187 unter Kali und Natron.Im Ganzen ist eine officinelle Kalilauge als brauchbar zu be-trachten, wenn dieselbe höchstens gelblich gefärbt ist, mit einem2fachen Volum höchstrektificirt. Weingeist vermischt wohl ge-trübt, aber nicht gefällt wird und durch Zusatz von Schwefel-wasserstoffwasser keine Veränderung erleidet. Ein geringerGehalt von kohlensaurem Kali, sowie etwas Chlorkalium undKalkerde machen sie für pharmaceutische Zwecke nicht un-brauchbar. Ihre vorschriftsmässige Stärke oder ihren Aetzka-ligehalt erkennt man daran, dass 100 Gran mit einer Lösungaus 40 Gran krystallisirter Weinsteinsäure in 6 Drachm. Was-ser eine neutrale oder eine alkalische Flüssigkeit liefert, welcheauf Zusatz von weiteren 10 Gran Weinsteinsäure sauer rea-girt Eine solche enthält 25 bis 28 Proc. Aetzkali.
Aufbewahrung. Die längere Aufbewahrung der Aetz-kalüauge von einem spec. Gew. von 1,35 bis 1,4 ist eine schwie-rige Aufgabe. Dieselbe korrodirt nicht nur das Glas und nimmtdaraus Kieselsäure, und wenn es bleihaltig ist, auch Blei auf,sondern verbindet in Folge dieser Korrosion den Glasstopf'enund den Flaschenhals in der Art, dass ein Oeffnen der Fla-sche ohne ihre Zertrümmerung oft gar nicht möglich ist. Da-her kommt es, dass ein mit Aetzkalüauge gefülltes Standgefässsehr häufig keinen anderen Zweck hat, als dass es ein Decen-nium eine Flaschenreihe ausfüllen hilft. Das Bestreichen desGlasstopfens mit Talg, so wie das Verschliessen des Gefässesmit guten Korkstopfen und Tektiren mit feuchter Blase für
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