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2 (1857)
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griffen, so dass diese sehr kieselsäure-haltig wird. Zwar wird das Eisen, -wennes nicht blank ist, von der Lange da,wo diese mit dem Eisen und der Luftoder vielmehr deren Kohlensäure in Be-rührung ist, gleichfalls korrodirt, dassich abscheidende Eisenoxyd lässt sichaber durch Absetzenlassen beseitigen.

Die Ausbeute be-trägt ungefähr doppeltsoviel AetzJauge von1,33 spec. Gewicht,als gereinigte Pott-asche in Arbeit ge-nommen wird.

Reine Aetzkali- Alauge bereitet man aus **

reinem kohlensauren Kali und einem Aetzkalke, welcher ausweissem Marmor gebrannt ist.

Vorgang. Wird Aetzkalk, Kalkerde {Calciumoxyd), miteiner dünnen wässrigen Lösung des kohlensauren Kalis ge-schüttelt, so entzieht der Kalk dem kohlensauren Kali die Koh-lensäure und bildet damit die unlösliche kohlensaure Kalkerde.Das Kali bleibt gelöst. KaO,C0 2 und CaO geben KaO undCaO.CO 2 . Dieser Process geht schon bei gewöhnlicher Tem-peratur vor sich und es scheint hauptsächlich die im Wassergelöste Kalkerde die entkohlensäuernde Wirkung zu haben.In der Kochhitze geht dieser Process noch rascher vor sich.Er wird auch absichtlich in dieser Temperatur schon desshalbbewirkt, weil alsdann die sich abscheidende kohlensaure Kalk-erde eine dichtere Form annimmt und sich als ein körnigesPulver absetzt, wie schon oben erwähnt ist. Koncentrirte Lö-sungen des kohlensauren Kalis werden durch Aetzkalk nichtoder nur theilweise kaustisch gemacht und konc. Aetzkalilaugeentzieht selbst dem kohlensauren Kalke Kohlensäure. 2 Th. deskohlensauren Kalis werden durch 1 Th. Aetzkalk, wenn diesernicht zu unrein ist, vollkommen entsäuert. Dieses Verhältnissentspricht ungefähr gleichviel Aequivalenten von beiden Stoffen,

Woehler hat neuerdings auf eine andere Darstellungsweisedes Aetzkalis aufmerksam gemacht. Dieselbe besteht darin, dassman 1 Th. salpetersaures Kali mit Eisen - oder Kupferblech-Hager. Kommentar Bd. II. 20