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2 (1857)
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Farbe, fasriger Textur, schwachem eigenthümlicTien Geru-ch?, zusammenziehend-siisslichem, hintennach bitterem Ge-schmacke. Beim Kauen färbt es den Speichel violett.

l*h. IIsiiui.. §ax.. Hl. Hols.

Ifwiiiatoxylon Caiti|iecliianuiii Linn. Blauholzbaum.Leguminosae. Trib. Cassiaceae. Decandria Monogynia.Hayne Arzng. 10. T. 44.

Der Blauholzbaum wächst ursprünglich in Mexiko, beson-ders auf den Inseln der Kampechebai und auf den Antillen.Der Kern seines Stammes, befreit von seinem gelblichen Splinte,liefert das Blauholz. Beim Raspeln entwickelt es einen eigen-tümlichen veilchenähnlichen Geruch. Seine hervorstechendeFarbe ist rotb mit Schattirungen von gelbroth und schwarz.Von Aussen sind die Stücke meist schwarzroth. Die besteSorte ist das Holz der Kampechebai, die schlechteste das Ja-maikaholz von hellgelbbrauner Farbe. Gemahlenes Blauholzist oft nicht nur schlecht, sondern auch kein Arzneiartikel. Die-ses enthält oft 20 Proc. Wasser und ist mitunter, um seinefärbende Kraft zu vermehren, einer Behandlung mit Urin un-terworfen. Ueber das Extrakt dieses Holzes s. Tb. I. S. J024.Nach Chevreul enthält das Blauholz flüchtiges Oel, Hämatoxylin, ei-nen eigentümlichen rothbraunen Gerbstoff, kleberartige Materie, Salzeder Alkalien und Erden, Mangan- und Eisenoxyd. Das Hämatoxylin(Hämatin) kann als Chromogen (s. S. 131) des Hämatei'ns betrachtetwerden. Man gewinnt es durch Extraktion des Blauholzextrakts mittelstAethers (5 Th). Der Auszug wird bis auf labgedampft, mit etwas Was-ser vermischt und der freiwilligen Verdunstung überlassen. Das Häma-toxylin krystallisirt im glänzenden schwach gelblichen vierseitigen recht-winklichen Säulen von Süssholzgeschmacke, welche in kaltem Wasserfast unlöslich, in heissem Wasser in Weingeist und Aether leicht löslichsind. Die wichtigste Umänderung erleidet es durch feuchte Luft beiGegenwart von Basen, indem es dadurch eine Oxydation und Wasser-stoffentziehung erfährt und in das Pigment Hämate'in übergeht. DasHämatein bildet mit den Basen rothe, violette und blaue Verbindungen.Das Hämatei'nammon ist blauschwarz und löst sich in Wasser mit Pur-purfarbe. Ueber die Darstellung einer schwarzen Tinte aus Blauholz,der sogenannten Chromtinte, s. unter Gailae. Wird das geraspelte Blau-holz mit Wasser, oder besser noch mit Leimwasser, welches 2 Proc.Leim enthält, benetzt und damit mehrere Tagestehen gelassen, so gewinntman beim späteren Auskochen 10 bis 15 Proc. mehr Extrakt.

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