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2 (1857)
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löst enthält, macerirt oder mit heissem Wasser kurze Zeit di-gerirt, abgewaschen und getrocknet. In beiden Fällen wirdder Bitterstoff völlig ausgezogen, während das Moosstärkemehlunverändert zurückbleibt. Vergleiche auch Gelalina Lieh. Isl.amara und edulcorata, Seite 8.

Nach einer älteren Analyse besteht die trockne Isländische Flechteaus 45 Proc. Moosstärke, 3 Proc. Bitterstoff (Cetrarin nach Herberger),unkrystallisirbarem Zucker, Gummi, Wachs, Flechtensäure, weinsaurenund phosphorsauren Kali -, Kalk - und Bittererdesalzen. Schnedermann undKnop führen als Bestandteile an: Thallochlor (FlecKtengrün), wel-ches in Aether, Weingeist und Steinöl löslich ist und mit Kalkhydrateine grüne Verbindung giebt. Cetrarsäure (Cetrarin). Diese bildet reinein lockeres Gewebe glänzender haarfeiner Krystalle von blendend weis-ser Farbe und sehr bitterem Geschmacke. Sie ist nicht flüchtig undschmilzt unter Zersetzung. Sie ist ferner in Wasser fast unlöslich, lös-lich aber in starkem kochenden Weingeist, wenig löslich in Aether.Die cetrarsauren Alkalien sind frisch bereitet lebhaft gelb gefärbt undleicht löslich. An der Luft verändern sie sich bald, werden bräunlichund verlieren an Bitterkeit. Die Salze enthalten 2 Aeq. Base. Die be;100° getrocknete Säure enthält kein Wasser. Ihre Formel ist C^H' 6 0 15Lichenstearinsä ure, ähnlich den Fettsäuren. Moos- oder Flechtenstärke S Einleitung Seite 122. Die braune Farbe des alten Mooses hat seinen Grund wahrscheinlich darin, dass der Ammoniakgehaltder Luft eine Salzverbindung mit der Cetrarinsäure eingeht, und dassdiese Verbindung sich zersetzt und das Moos braun färbt.

Das Moosstärkemehl, Flechtenstärke, Lichenin, Amylum Li-chenis Islandici , bereitet man in der unter l'asta Cacao cum Lichenehl. Ph. Hamb. angegebenen Weise. Auch kann es in der Moosabko-chung durch Weingeist niedergeschlagen werden. (Vergleiche unterSaccharolalum Lichenis hl. Ph. Hamb.) Sie ist in Weingeist, Aether undkaltem Wasser unlöslich. Durch wiederholles Kochen verliert sie dieEigenschaft zu gelatiniren.

Einige andere Flechtenarten werden noch zuweilen in den Officinengehalten z. B. Herba Pulmonariae arboreae s. Muscus pulmonarius,Lungenmoos, der Thallus von Lobaria pulmonaria Hu/fm. s. Liehenpulmonarius Linn. Sie nähert sich in ihren Eigenschaften der Isländi-schen Moosflechte. Sie wächst bei uns auf Eichen und Buchen. Unter demNamen Lungenkraut, Herba Pulmonariae maculosae , hält man auchdas Kraut von Pulmonaria ofßcinalis Linn., einer Boraginee, vorräthig.

Ugnum CainpechiaiHim.

Lignum Campechense s. Campescarum s. cceruleum; Bois deCampeche; Logwood; Kampecheholz, Kampescheholz, Blutholz,

Blauholz.

Ph* Hamb. Ein geraspelles Holz von braunroth-violetter