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2 (1857)
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des ausgepressten Milchsaftes dargestellt und in die Form dünnerScheiben gebracht wird. Ueber die Bestandteile des Laktukariums,welches auch aus Lacluca virosa und anderen Lattigarten gewonnenzu werden scheint, weiss man im Ganzen nichts Bestimmtes. ObgleichEinige es für ein Surrogat des Opiums halten , so hat man dennochkeine dem Opium eigentümlichen Bestandteile darin auffinden kön-nen. Zu } seiner Masse besteht es aus Pflanzenwachs und eigenthüm-licher Harzsubstanz. Mit Laktucin bezeichnet Buchner den Bitterstoffder krystallisirbar ist. Durch Alkalien wird dieses nicht gefällt. Es istin Wasser leicht, in Aether wenig löslich. Mit Laktukon (C 4 »H 3 '0 3 )bezeichnet Lenoir das durch siedenden Weingeist ausziehbare Harz,welches gleichfalls krystallisirbar ist, weder Geschmack noch Geruchhat, in Wasser unlöslich ist und das narkotische Princip des Laktuka-riums ausmachen soll Sehr starke Gabe des Laktukariums =8Gran.Es lässt sich nur in Pillen dispensiren. Da es eine sehr zähe Substanzist, so lässt es sich schwer zu einem Pulver zerreiben. Der SyrupusLactucarii wird bereitet durch längere Digestion von 1 Drachm. Lae-tucarium Angl. mit einer Mischung aus 16 Unz. Wasser und 6 ünz. rektif.Weingeist, und Auflösen von 36 Unz. Zucker in der Kolatur.

Rapides Cancrorum.

Oculi s. Calculi Cancrorum; Pierres ou Yeux d' Ecrevisse; Crab's

eyes or CraVs stones; Krebsaugen, Krebssteine.Mi. Hamb., Hann., Sax., 81. Hol«.

Astaeug fluviatilis Fabricii. Flusskrebs.

Synon. Cancer Astacus Linn.

Crustaceae. Ord. Decapoda.

Famil. Astacini (Fächerschwanzkrebse).

Diese durch ganz Europa verbreitete und bekannte Kru-stacee findet man in Seeen und an den Ufern der Flüsse.Jährlich im August wechselt sie ihre Kalkschale. Die neueSchale erzeugt sich ziemlich schnell. Während dieser Häu-tungszeit findet man an den Seiten ihres Magens linsenförmigeglatte Kalkstücke, welche wahrscheinlich zur Bildung der neuenSchale die Kalkerdesub3tanz liefern und wegen ihrer Aehnlich-keit mit einem Auge Krebsaugen genannt werden. Die mei-sten Krebsaugen werden aus Polen und Russland zu uns ge-bracht. Sie bilden kleine erbsen - und darüber grosse, runde,scheibenförmige, auf der einen Seite konvexe, auf der anderenflache und auf dieser zugleich in der Mitte vertiefte, glatte,harte, feste weissliche Kuchen, welche in verdünnter Chlorwas-serstoffsäure unter Aufbrausen sich losen und eine gallertartige