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ein in Wasser fast gänzlich lösliches Präparat. Nimmt manmehr Schwefel, so bleibt ein Theil desselben ungelöst. Uebri-gens geht bei der Bereitung auf trocknem Wege ein nicht ge-ringer Theil Schwefel durch Verdampfung und Verbrennenverloren.
Vorgang. Man kennt bis jetzt 7 Schwefelungsstufen desKaliums. Unter diesen steht dem Dreifach-Schwefelkalium dieofficinelle Schwefelleber der Zusammensetzung nach am näch-sten. Werden 3 Aeq. reines kohlensaures Kaliumoxyd (KaO,C0 2 )und 8 Aeq. Schwefel (S) bei gelinder Hitze oder auf dem obenangegebenen nassen Wege behandelt, so geben 2 Aeq. desKaliumoxyds ihren Sauerstoff an 2 Aeq. Schwefel. Die da-durch gebildete unterschweflige Säure (S 2 0 2 ) verbindet sichmit dem dritten Aeq. Kaliumoxsd zu unterschwefligsaurem Ka-liumoxyd und die 2 Aeq. Kalium vereinigen sich mit den übri-gen 6 Aeq. Schwefel zu Dreifach-Schwefelkalium. Die Koh-lensäure des kohlensauren Kaliumoxyds entweicht unter Brau-sen oder Autblähen der Masse. — 3(KaO,C0 2 ) und 8S geben2KaS 3 und KaO,S 2 0 2 und 3C0 2 . Bei stärkerer Hitze oderwenn Schwefel sich während des Schmelzaktcs entzündet, bil-det sich unter Entweichen von schwefliger Säure auch schwe-felsaures Kaliumoxyd (KaO,S0 3 ). KaO,S 2 0 2 und 30 bildenKaO,S0 3 und SO 2 .
Eigenschaften. Das officinelle Schwefelkalium ist einegelblichgrüne oder grünlichgelbe, bei stärkerer Schmelzhitzebereitet eine mehr bräunliche, harte krümliche, beim Erhitzenleberbraune Masse, von bitterem, alkalischen und schwefligenGeschmacke. Aus reinen Substanzen bereitet löst es sich leichtund vollständig in 2 Th. Wasser. Mit einer verdünnten Säureübergössen entwickelt es viel Schwefelwasserstoffgas und esscheidet sich ein weisslicher Schwefelniederschlag ab. Mit derLuft in Berührung zieht es Feuchtigkeit an und entwickeltSchwefelwasserstoff. Die Ursache ist hier die Kohlensäure derLuft, welche sich mit dem Kaliumoxyd, welches aus Kaliumund dem Sauerstoff des Wassers sich gebildet hat, verbindet.(KaS 3 und HO und CO 2 geben KaO,C0 2 und HS und 2S).
Prüfung. Die Güte der Schwefelleber erkennt man dar-an, dass sich beim Uebergiessen mit verdünnter Schwefelsäureeine grosse Menge Schwefelwasserstoffgas, erkennbar durch denGeruch nach faulen Eiern, entwickelt; dass sie ferner in 3 bis4 Th. Wasser zum grössten Theile löslich, und ist sie rein,
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