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2 (1857)
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190
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Prüfung auf Reinheit. Diese ergiebt sich zum Theil,wenn von einer grösseren Menge der zerriebenen Krystalle 20Gran mit 25 Tropfen kaltem destill. Wasser übergössen unterUmschütteln sich völlig und klar lösen und wenn diese Lö-sung auch nach Vermischen mit einem sechsfachen Volum höchst-rektif. Weingeist (spec. Gew. 0,83 0,840) klar bleibt. Im anderenFalle sind in Wasser schwererlösliche Salze, wie jodsaures, koh-lensaures, schwefelsaures Kali, Chlorkalium, Cyankalium etc.gegenwärtig. Eine Verunreinigung mit kohlensaurem Kali ver-räth sich überhaupt durch eine grössere Zerfliesslichkeit an derLuft und eine starke alkalische Reaktion, so wie durch Auf-brausen beim Uebergiessen mit verdünnter Schwefelsäure. ZurEntdeckung von Chlorkalium (und Bromkalium) löst man 3Gran von einer grösseren Menge des zerriebenen Salzes in 3Drachm. destill. Wasser, fällt mit einer Lösung von 4 GranSilbersalpeter in etwas Wasser, setzt dann 2 Skrupel Aetzam-monflüssigkeit hinzu und filtrirt nach mehrmaligem Unischütteln.Zeigt das Filtrat beim Ansäuren mit Salpetersäure bis zursauren Reaktion einen weissen Niederschlag, so ist das Jodka-lium mit Chlorkalium verunreinigt. Eine blosse Trübung machtdas Präparat nicht verwerflich. Diese Probe beruht auf dieLöslichkeit des Chlorsilbers in Aetzammonfl. Jodsilber ist je-doch darin nicht ganz unlöslich. Das Jodkalium kann auchCyankalium enthalten, wenn zu seiner Bereitung einCyanjod-hal-tiges Jod verwendet wurde. Vergl S. 127 die Prüfung auf Cyanjod.

Aufbewahrung. Das Jodkalium muss, um es vor demEinflüsse der atmosphärischen Feuchtigkeit und Kohlensäurezu schützen, in gläsernen gut verkorkten und tektirten Flaschenaufbewahrt werden. Eine Lösung desselben in gleichviel kal-tem Wasser halt sich in gut verpfropften Flaschen unter Ab-schluss des Tageslichtes lange Zeit. Später wird sie etwasbräunlich. Sie hat bei 15° C. ein spec. Gew. von 1,548, bei20° C. ein solches von 1,542. Eine 58 Proc. haltende Lö-sung hat bei 17^° C. ein spec. Gew. von 1,690; eine 25 Proc.ein spec. Gew. von 1,217. Das käufliche Präparat enthält ge-meinlich in seinen Krystallen viel Wasser eingeschlossen, sodass eine Lösung eines solchen Salzes in gleichviel Wasseroft nur ein spec. Gew. von 1,520 zeigt. Der gewissenhaftePharmaceut wird, wenn er das käufliche Salz verwendet, das-selbe zuvor zerreiben und austrocknen.