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2 (1857)
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189
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keiner Salzschicht überziehen. Sollte das letztere geschehensein, so muss die konc. Lösung in ein anderes Kasseroi ge-bracht -werden. Das Kasseroll stellt man nun in eine heisseOfenröhre vor Staub gesichert und lässt die Lösung bei Ver-meidung jeder Erschütterung bei einer Temperatur von 80 bis100° C. völlig eintrocknen. Eine Hauptbedingung ist hierbei,dass die von einem Salzüberzuge freien Wandungen des Kas-serolls während des Eintrocknens der Salzlösung heiss bleiben.Die Köbre muss also zum Theil geschlossen sein. Bei Nicht-beachtung dieser Vorsicht blüht das Salz aus und steigt überden Band des Gefässes. Der trockne Salzrückstand ist einKonglomerat würflicher Krystalle. Ist die Jodkaliumlösung nichtganz rein oder gefärbt, so wird sie auf die gewöhnliche Weisezur Krystallisation gebracht, indem man sie durch Abdampfenstark einengt und dann an einen kühlen Ort stellt. Die Krystalle steigen aber hierbei oft bis über den Rand des Gefässes,wodurch ein Verlust an Salz entsteht. In einigen chemischenFabriken soll das Salz in bedeckten flachen Schalen geschmol-zen und langsam erkalten gelassen werden. Die erkaltete Salz-masse wird in kleine Stücke zerbrochen und in den Handelgebracht. Da es eine sehr schwierige Arbeit ist, ohne grossenVerlust aus unreinen Jodkaliumlösungen ein reines Jodkaliumherzustellen, so ist es jeden Falls das Beste zur Darstellungdes Jodkaliums recht reine Materialien zu verwenden und eineBereitungsmethode zu wählen, welche eine reine farblose Jod-kaliumlösung giebt, wie z. B. die unter 9 angeführte Methode.Eigenschaften. Das Jodkalium bildet farblose, ge-wöhnlich undurchsichtige Würfel, seltener Oktaeder, von schwa-cher alkalischer Reaktion und scharfem salzigen, etwas bitterenGeschmacke. Aus der Luft zieht es Feuchtigkeit an, zerfliesstzum Theil und wird gelblich. Es schmilzt noch unter der Roth-glühhitze. Bei Rothglühhitze verdampft es allmählig in offenenGefässen unzersetzt. 1 Th. Salz erfordert 3 / 4 Th. kaltes und>/ a Th. heisses Wasser, 6 bis 7 Th. höchstrektif. und gegen 40Th. wasserfreien Weingeist. Seine Lösungen vermögen reich-lich Jod aufzulösen. Die Kohlensäure der Luft zersetzt allmählig dasfeuchte Salz unter Abscheidung von Jodwasserstoffsäure, welche durchden Sauerstoff der Luft in Wasser und freies Jod umgesetzt wird. Ausder wässrigen Lösung des Jodkaliums scheiden Chlor, Salpetersäureund konc. Schwefelsäure Jod aus, welches sich durch Zusatz von Stärke-mehlkleister zu erkennen giebt. Stark verdünnte Schwefelsäure scheidetnur Jodwasserstoff ab.