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nisohe Anwendung findet, gleicht im Ganzen der des Natrum-bicarbonats. Vergl. Natrum bicarbonicum. Folgende Haupt-punkte sind bei der Darstellung des Kalibicarbonats in schönenKrystallen zu beacbten. Die mit Kohlensäure zu sättigendenKalilösungen müssen möglichst gesättigt und klar sein und einvon Kieselsäure freies Kalicarbonat enthalten. Indem das Kalimit der Kohlensäure sich sättigt, scheidet die Kieselsäure pul-verförmig aus und verunreinigt die zugleich ausscheidendenKrystalie des Bicarbonats. Die Kohlensäure werde nicht indie Lösung hineingeleitet, sondern der Raum über der Lösungstets nur mit Kohlensäuregas angefüllt gehalten, damit dasAusscheiden der Krystalie ohne Erschütterung stattfinden kann.Die Mutterlaugen geben keine ansehnlichen Krystalie. Es istvortheilhafter, sie zur Trockne einzudampfen und den Rück-stand als gereinigte Pottasche zu verbrauchen. Ferner ver-meide man metallene, besonders eiserne Geräthschaften.
Das einfachkohlensaure Kali, KaO,C0 2 , hat ein starkesBestreben noch 1 Aeq. Kohlensäure aufzunehmen und damiteine leicht krystallisirbare Verbindung, das doppelt oder zwei-fach kohlens. Kali — KaO,2C0 2 +HO, zu bilden. Dieses Be-streben, Kohlensäure aufzunehmen, tritt kräftiger hervor, wennman den kohligen Rückstand, welchen man durch Glühen desWeinsteins (vergl. Kali carbonicum purum) gewinnt, angefeuchtet,in eine Kohlensäureatmosphäre bringt. Die Masse erhitzt sichhierbei so stark, dass eine äussere Abkühlung nöthig wird, umeine Zersetzung des gebildeten Bicarbonats durch die Wärmezu verhindern Wohlfeiler erhält man eine kohlige, kohlsauresKali haltige Masse, wenn man eine konc. Lösung aus 4 Th.gereinigter Pottasche mit 1 Th. Stärkemehl vermischt, znr Trockneeindampft und den Rückstand glüht. Die mit Kohlensäure ge-sättigte Masse wird mit Wasser von 50° C. ausgezogen, dieLösung ültrirt und in flachen Gefässen an einem kalten Orteder Krystallisation überlassen. Eine andere Methode dem koh-lensauren Kali Kohlensäure darzubieten besteht darin, einekonc. Lösung aus 2 Th. Kalicarbonat mit 1 Th. zerriebenenkohlens. Ammon zu vermischen, im Wasserbade zu erwärmen,bis die Entwickelung von Ammon fast nachgelassen hat unddann die filtrirte Salzlösung zur Krystallisation zu bringen.3(KaO,00 2 ) und 2NJDO,3C0 2 geben 3(KaO,2C0 2 ) und 2NH 3 .Um schnell das Kalibicarbonat herzustellen vermischt man eineklare Lösung von 10 Th. reinen Kalicarbonats in 12 Th. Was-