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2 (1857)
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leicht zerbrechen lassen. Nach dem Brennen werden sie inein grobes Pulver verwandelt. Dasselbe ist bräunlich, vonschwach etnpyreumat'tschem Gerüche, dem des gebranntenKaffes ähnlich, und von kaum zusammenziehendem Ge-schmacke. DiePll. Sl. BEoIs. lässt vor dem Brennen die Eicheln in vierTheile zerschneiden, auf einem Siebe in der Ofenwärmetrocknen, etc.

Die Früchte der bei uns einheimischen Eichen werdenim August und September gesammelt, von den Kelchen be-freit und alsbald an einem luftigen trocknen Orte dünn aus-gestreut, dann halb übertrocknet in der Ofenwärme scharf ge-trocknet. Wenn die Austrocknung nicht alsbald geschieht,so schimmeln sie unter der Schale. Sie werden nach demTrocknen von der lederartigen Schale befreit, und dann ge-brannt. Auch kann man sie in der Schale brennen und dieseim Mörser abstossen. Sie wird schneller zu Pulver und kanndann leicht mittelst eines Durchschlages abgesondert werden.Man lasse sich beim Brennen nicht durch das Ansehn derSchale verleiten, die Eöstung zu weit zu treiben. Währenddie Schale eine geringe Bräunung erfahren hat, kann der Kernschon der Verkohlung nahe sein. Das Brennen geschieht ineiner Kaffetrommel (_Ph. Bor., SaxJ oder in einem gusseiser-nen Kessel unter beständigem Umrühren. Diese Arbeit istohne alle Schwierigkeit und geht um so schneller von statten,wenn die Eicheln, nach Vorschrift der Ph. Sl. Hols., durch-schnitten sind. Nach dem Brennen werden die Eicheln abge-siebt, hierauf zu einem sehr groben Pulver zerstossen und inBlechbüchsen, Zuckerhäfen, Steintöpfen etc. gut aufbewahrt.Durch eine massige Röstung verlieren die trocknen Kotyledo-nen der Eicheln durchnittlich 15 Proc. an Gewicht.

Nach Bracconnot enthalten die getrockneten Kotyledonen der Quer-em Robur L. {Q. sessiliflora Smith) in 100: 31,8 Wasser; 36,94 Stärkemehl;1,90 Lignin; 15,82 stickstoffhaltigen mit Tannin verb. Stoff; 5 extraktar-tige Materie; 7 unkrystallisirten Zucker; Milchzucker (Laktin); 3,27 fettesOel; 0,38 Kali; 0,19 schwefeis. Kali; 0,01 Chlorkalium; 0,05 phosphors.Kali; 0,27 phosphors. Kalk; Citronensäure, Spuren Kieselsäure und Ei-senoxyd. Bennerscheid gewann durch Destillation aus den Eicheln einstarkriechendes Oel.

Aqua Glandium Quercus Rademacheri ist ein 71 Pfd. betra-gendes Destillat aus 5 Pfd. zerquetschten frischen Eicheln, 15 Unz. höchst-rektif. Weingeist und der hinreichenden Menge Wasser.

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