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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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Olea aet^eroa

Parfüms des Tabaks auf der Zersetzung seiner vegetabilischen stickstoffhalti-gen Materie, wodurch sich Ammoniak entwickele. Dieser Meinung ist wohlnur in so weit beizupflichten, als an sich wenig oder gar nicht flüchtigeTheile durch andere flüchtige Substanzen mit verflüchtigt werden tonnen,und daß dadurch erst ihr Geruch zum Vorschin kommt. Im Allgemeinenaber müssen wir uns mit der Annahme begnügen, daß die an sich flüchtigenMaterien, wie namentlich die ätherischen Oele, besonderer Vehikel zurEntwickelung ihres Geruchs nicht bedürfen.

Die flüchtigen Oele finden sich in allen Theilen der Pflanzen, aber beider einen ist das flüchtige Oel in diesem, bei der andern in jenem Theileenthalten. Gewisse Pflanzen, z. B. Thymian, enthalten in allen ihrenTheilen flüchtiges Oel; bei einigen ist es in den Blumenkronen, bei andernin den Saamen, bei noch andern in den Blättern, in der Wurzel, in derRinde enthalten. Bisweilen ist es der Fall, daß bei einer und derselbenPflanze verschiedene Theile auch verschiedene Oele enthalten; so hat z B.der Pomeranzenbaum ein verschiedenes Oel in den Vlütyen, in dm Baum-blättern und in den Schalen der Früchte. Dieses ist thells in eigenen Bläs-chen, theils in eigenen Gefäßen und gefäßartigen Schläuchencnthalten. NachVerschiedenheit der organischen Haupttheile, in welchen das ätherische Oelvorkommt, zeigen sich auch jene Absonderungsorgane und Behälter verschie-den, und nach diesen theiltW ahlen der g (I. für Chem,, Phys. u. Min.VIII. l8»3. S. 134.) die ätherischen Oele ein l) in solche, die in den eige-nen Gängen oder Treppengängen («iuclul prllpni vel lublpil-Älel) des Hol-zes oder des Jellengewebes der Rinde abgesondert werden, wie das Jimmt-und Sassafrasöl u. s. w.; 2) solche, welche in unter der Oberhaut derBlätter, Zweige, Kelche, Früchte u. s. w. befindlichen Bläschen oder eige-nen kleinen Höhlen lLr^p»»I«o) abgesondert weiden, wie bei ^uranliiü,K^rliz«. s. w.; 5) solche, welche durch unsichtbare oder ununterscheidbarePoren der obern (äußern) Seite der Matter, Kelche u. s. w., ausgedunstetwerden, wie bei den meisten Vei-iicill»til und vielen Oo^mbifelil. Oefterssep das Oel besonders in den Blättern dieser Pflanzen mit dem Vittern ver-bunden ; meistens finde es sich aber reiner und reichlicher in dem Kelche derBlumen der Veriicill»«»«, und in dem besondern Kelche von ^««»cetum,^rlemili«, l^liamumill, u, s. w. Die Vlumcnkrone der VerlicH!»!»« selbstaber giebt nur wenig Oel, und die der cn^mbife«« gar keines; 4) solche,welche in eigenen kleinen Schläuchen oder Röhren des äußern Häutchens,nicht der innersten Bedeckung, der Saamen abgesondert werden, beidenHml>e!l»!i5, als ^nilum, ^oeniculum u s. w. Sie entstehen durch denVegetationsproceß aus den TropfsHften (ßuttae n«li>»«) dieser Pflanzen.Immer ist dieses Oel unschädlich, auch wo die Tropssäfte des nämlichenKrautes giftig sind, wie z, V. cicut«. 5) Bei vielen Pflanzen ist jenevielartige Haut der Saamen fast ganz mit äiherischem Oele erfüllt, wie beide» 8cit«ininei«, als c2i-<!«!nomum, llr«!,H ?«i»ck5i :c. Bei den frischenMuskatnüssen sitzt jedoch alles ätherische Oel in der innersten Bedeckung