^satruln carkoniculn üe^uratuin «iccum 6o5
Zum Schwefel, zum Phosphor und zu den Metallen verhält sichdas Natrium eben so wie das Kalium.
Von den Verbindungen, welche das Natriumoryd, das Natron, mitden Säuren eingeht, kommen wir hier besonders auf die Verbindungdesselben mit der Kohlensaure, auf das kohlensaure Natron, welch's ei-nen nicht unbedeutenden Handelsartikel ausmacht, ur.d dessen Gewin»nung auf verschiedenen Wegen bereits im i. Th. S. 717. angegebenworden ist. Da das im Handel vorkommende kohlensaure Natron ge-wöhnlich noch Glaubersalz enthält, so muß es durch Umkrpstallisiren,welches nöthigenfalls zu wiederholen ist, gereinigt werden.
Das gereinigte kohlensaure Natron krystallisirt in wasserhellen schiefenrhombischen Säulen und deren Abänderungen; es schmeckt kühlend undalkalisch, reagirt stark alkalisch, und erfodert zu seiner Auflösung 2 Th.lalteS und 1 Th. kochendes Wasser. In Alkohol ist es unauflöslich. Eszerfällt stark in trockner Luft. Es schmilzt leicht in seinem Krvstall«waffer, welches 62,76 Procent seines Gewichts ausmacht, und dessenSauerstoff sich zu dem des Natrons wie 10 :1 verhält. Wenn man diegeschmolzene Masse abgießt, findet man einen Theil des Salzes unge-schmolzen , welches sein Waffer an das Geschmolzene abgegeben hat, unddampft man das letztere »b, so schießt daraus ein Salz an, welches einDrittel weniger Krystallwasser enthält und in der Luft nicht iatiscirt.Wenn man geschmolzenes trpstallislrtcs kohlensaures Natron gerinnenläßt, so sinkt dessen Temperatur bis auf -s- 29° oder -<- 29z ° C. her»ab; schüttelt man die Masse um, so steigt sie schnell bis auf -l- 33j °,und hält sich auch darauf während des Gerinnens, so daß 33Z ° der Ge-frierpunkt dieses Salzes zu seyn scheint. Das wasserfreie Salz schmilztleichter als das Kalisalz. Das krystallisirte kohlensaure Natron bestehtnach Kirwan aus: 11,5.8 Natron, 14,42 Kohlensäure und 64M Was-ser; nachKlavroth aus: 22 Natron, iL Kohlensäure und 62 Wasser ;es ist hiernach zusammengesetzt aus 1 At. Natron (— 390,897), 1 At.Kohlensäure (— 276,437) und 10 Ar. Waffer (^ 112,4796 . 10 --1124,796), erhält demnach die stöchiometrische Zahl IV« (^-j-10Ü-- 1792,13»), woraus sich durch Rechnung folgendes Verhältnis der Be-standteile ergiebt: Natron 2l,8i; Kohlensäure 15,43; Wasser 62,76.Im wasserleeren Zustande ist es I>!»(^ — 667,334, und besteht hier,nach aus 58,58 Natron und 41,42 Kohlensäure. Der gewöhnlichenAngabe zufolge erhält man dieses letztere Salz, wenn man das krystal-lisirte in 1 bis 2 Zoll hohe Schichten auf mit Papier belegten Bretternoder Sieben ausbreitet. Und diese leicht bebeckt entweder in eine mäs»sig warme Stube oder bei warmer Sommerluft in den Luftzug stellt,das weiße Pulver wird von den ganzen Stücken durch ein Sieb abgeson-dert, und letztere werden von neuem hingestellt. Gay-Lussac hatjedochhierbei gefunden, daß kohlensaures und phosphorsaures Natron, je nachder »erschieden trocknen Witterun«, veränderliche Quantitäten Wasser ver.