Mor^Illum aoeticuln
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pressen von der narkotinhaltigen nicht krystallisirenden Mutterlauge befreit.Oder man sättigt die Auflösung des Gemenges in Chlorwasserstoffsauremit Kochsalz, wobei die Flüssigkeit milchig wird, und das NarkoNn nacheinigen Tagen in warzenförmigen krystallinischen Zusammenhaufungenabscheidet, worauf man das Morphin durch Ammoniak fällt. Oder end«lich, man setzt zu der Auflösung des Gemenges in verdiwnter Chlorwas-serstoffsäure Verdünnte kaustische Kalilauge; ein kleiner Ueberschuß davonlöst augenblicklich das ausgeschiedene Morphin auf, während sich dasNarkotin lMarttg ausscheidet. Ein großer Ueberschuß von Lauge würde,wenn sie längere Zeit mit dem Narkotin in Berührung bleibt, nochetwas von diesem auflösen, weshalb es auf jeden Fall gut ist, gleichnach Behandlung mit der Lauge die alkalische Morphinauflösung abzu-ßttriren. Aus der das Morphin enthaltenden Kalilauge wird das Al-laloid dadurch erhalten, daß man die ganze Flüssigkeit mit Chlorwasser-stoffsäure sättigt, und dann mit Ammoniak niederschlägt.
Nach Henry und Plisson kann man auch Morphin und Narkotindadurch von einander scheiden, daß man das Gemenge in destillirtesWasser bringt, und mit Vorsicht sehr verdünnte Salzsäure zusetzt, welchealles Morphin auflöst, das Opian aber nicht meillich angreift.
Das Morphin im reinen Zustande bildet, »us der Auflösung eines sei-ner Salze durch kaustisches Ammoniak niedergeschlagen, weiße, käseartigeFlocken, die bisweilen, indem sie sich ansammeln, krystallinisch werden; ausder Auflösung in Alkohol angeschossen, bildet es kleine, farblose, glänzendeKrpstalle, die durchscheinend, fast durchsichtig sind, und vierseilige rechtwink-lige Säulen bilden. Robinet erhielt es in seidenartigen Nadel». Es istmäßig hart und spröde, in Pulver locker und fein; es ist geruchlos, imfeinzertheilten Zustande entwickelt es einen bittern Geschmack. Won kaltemWasser wird es nicht aufgelöst, kochendes nimmt etwas mehr als ^seinesGewichtsauf, das beim Erkalten wieder anschießt. Die warme Auflösungstellt nicht allein die blaue Farbe des gerötheten Lackmuspapiers wieder her,sondern färbt auch die gelbe Kurkume- und Nhabarberfarbe braun. Eswird von 4U Th. kalten und von 30 Th. lochenden wasserfreien Alkoholsaufgelöst. In Aether ist es wenig oder nicht aufiöslich, wodurch es ziem-lich gut vom Narkoün getrennt werden kann, welches sich darin ziemlichleicht auflöst. Es löst sich auch in fetten und flüchtigen Oelen auf, undkann mit Campher zusammengeschmolzen werden. Aetzende Alkalien lösenes ziemlich leickt auf; sowie die Alkalien Kohlensäure aus der Luft anzie-hen, scheidet das Morphin in Krpstallen aus. Im Kreise der Volta'schmSäule macht es das Quecksilber anschwellen, wenn dieses die negative Elek-trizität zuführt. Behutsam erhitzt, schmilzt das Morphin ohne Zersetzungund bildet eine gelbe, geschmolzenem Schwefel nicht unähnliche Flüssigkeit,die beim Erstarren weiß und krystallinisch wird. An offener Luft stärkererhitzt, riecht es wie Harz, raubt und entzündet sich mtt einer lebhaften,lotheu und rußenden Flamme, mit Hmlerlaffung unverbrannter Hohle.