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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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HlorpKium aceticum

beim Verdünnen de« Flüssigkeit mit Wasser in Pulvergestalt niederfällt,welche Operation nach vorgängigem Abdampfen so lange wiederholt wer-den muß, bis selbst Morphin niederfällt, oder auf die weiter untenanzugebende Weise gereinigt.

Wittstock bemerkte an dem Narkotin die Eigenschaft, von Koch-salzaussösung niedergeschlagen zu werden, und hierauf gründete er dieBereitungsart eines narkotinfreien Morphins, welche von unserer Phar-makopoe aufgenommen worden ist, und die in Folgendem besteht: l Th.gepulvertes Opium wird mit 8 Th. Wasser, dem ; Tb. concentrirterChlorwasserstoffsäure zugesetzt ist, 6 Stunden lang digerirt. Nach demErkalten wird die dunkelbraune Ertraction abgegossen, und die ganzeOperation noch zweimal wiederholt. In den vermischten Vrtractionenwerden hierauf 4 Th. Kochsalz aufgelöst. Die milchig gewordene Flüisig-leit klärt sich nach einigen Stunden, indem sich ein brauner käseartigerNiederschlag absondert; die davon abgegossene Flüssigkeit hat die Farbevon Franzwein. Sie wird nun mit Ammoniak im Ueberschusse versetzt,etwas erwärmt und 24 Stunden stehen gelassen, worauf man die Flüs-sigkeit vom Niederschlage abfiltrirt, dielen mit ein wenig kaltem destil-lirtem Wasser auswäscht und trocknet. Die Menge desselben beträgt ge-wöhnlich z vom Gewichte des Opiums. Er wird hierauf mit 2 Th. al-loholislrtem Weingeiste vollständig ausgezogen, wobei z vom Niederschlagezurückbleibt, der aus mekonsauren, apfelsauren und phosphorsauren Sal-zen und Farbestoffe besteht. Die Tintturen werden heiß filtrirt, undlassen beim Erkalten Hrpstalle ausscheiden. Von diesen abgegossen werdensie der Destillation unterworfen, und geben nach Abziehuug des Alkohols«och mehr krystallinisches wenig gefärbtes Morphin, von dem z bis z vondem angewandten Opiumpulver erhalten wird. Es kann dasselbe indessennoch etwas Narlotin enthalten, zumal wenn man anfangs den Opiumaus-zug nicht völlig mit Kochsalz gesättigt hatte. Man löst daher das erhalteneMorphin in mit 4 Th. destillirten Wassers verdünnter Chlorwasserstoff-säure «uf, und läßt die filtrirte Auflösung erkalten, wobei das Ganze zueiner federartigen Salzmasse gerinnt, welche man zwischen Leinwand undLöschpapier stark auspreßt, wobei das mit der Säure nicht lrystallisirendeNarkotin mit der Lauge abfließt. Sollte die Auflösung zu verdünnt sepn undnicht gerinnen, so muß sie etwas abgedampft werden. Das krpstallisirtzurückbleibende chlorwasserstoffsaure Morphin kann durch Umkrpstallisirenals ein silberweißes Salz erhalten werden, dessen Auflösung in Waffer durchAetzammoniat zersetzt wird, indem das Morphin ausgeschieden wird undzu Boden fällt. Dieser Niederschlag wird in alkoholisirtem Weingeisteaufgelöst und daraus frei von Narkotin und krpstallisirt erhalten.

Ein nach andern Methoden gewonnenes narkotinhalliges Morphin kannman nach Wittstock auf folgende Art reinigen: Man lost ein solchesGemenge in verdünnter Chlorwasserstoffsaure auf, dampft zur Krvstallisatio»ab, wobei nur MrMnsalz krystallisirt, welches man durch starkes Aus-