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Wenn metallisches Quecksilber mit verdünnter Salpetersäure in derKälte behandelt wird, so bildet sich salpetersaures Quecksilberorydul, doch«lebt es zwischen Salpetersäure und Quecksilberorydul selbst mehrere Ver-bindungsstufen. Stellt man Quecksilber mit kalter, sehr verdünnter, aberüberschüssiger Salpetersaure mehrere Wochen zusammen, so enthält die farb-lose Flüssigkeit saures salpetersaures Quecksilberorydul, sie färbt die Hautpurpurn und schwarz, und es schießt aus ihr neutrales salpetersaures Queck-silberorydul an. Auf Zusatz von Zinnchlorür oder beim Kochen mit Juckerläßt sie metallisches Quecksilber fallen, wird aber an der Luft durch Auf-nahme von Sauerstoff zu Orydsalz. Das neutrale salpetersaure Quecksilber-orydul, welches aus der sauren Auflösung, wie erwähnt, sich heraustrystal-lisirthat, bildet nachMitscherlich d. I. (Poggendorff's Annale« IX.S. 387. und Vuchn. Repert. XXVII. S. 48.) farblose durchsichtige Säu-len, Dieses Salz löst sich in wenig Wasser vollständig auf, in mehr Was-ser nur teilweise als saures Salz, wobei ein basisches Salz zurückbleibt;in salpetersäurehaltigem Wasser löst es sich völlig als saures Salz «uf.In der Hitze zerfällt es in salpetrige Säure und zurückbleibendes Quecksil-beroryd. Esbesteht nach Mit scherlich's d.I. Analyse im krystallisirtenZustande aus: Quecksilberolydul 73,78; Salpetersäure 19,57; Wasser 6,65.Sehen wir dasselbe als zusammengesetzt an, als aus 1 At. Quecksilberory-dul (—2S3i,S45), l At. Salpetersäure (-^677,«36) und 2 At Wasser< — 22^,958), so erhält es die Formel ttß ^ -^ 2Ü — 3533,639, undgiebt bei der Berechnung folgendes Verhälcniß der Bestandtheile: Quecksil-berorydul 74,47; Salpetersäure i9,l6; Wasser 6,3?.
Wenn überschüssiges metallisches Quecksilber mit kalter verdünnter Sal-petersäure behandelt wird, so bildet sich, so lange noch Säure im Heber-schusse vorhanden ist, das erwähnte neutrale Salz; bei längerer Einwirkungdes regulinischen Quecksilbers nehmen aber die Krystalle nach und nach eineandere Form an, und bilden große farblose durchsichtige Säulen. DiesesSalz ist nachMitscher I ich d. I. basisch salpetersaures Quecksilberorydulund verhält sich gegen Wasser ähnlich wie das neutrale Salz; in wenigWasser ist es bei dem Erwärmen ohne Zersetzung auflöslich, mit mehr zer-setzt es sich, und es entsteht eine saure auflösliche und eine basische unauf-lösliche Verbindung. Nach Mitschell ich's Analyse besteht es aus:Quecksilberorydul 82,a9; Salpetersäure 14,2,; Wasser 2,70. Sehen wirdasselbe als zusammengesetzt an aus 2 At. Quecksilberorydul (—7894,935),2 At. Salpetersäure (— 1354,972) und 3 At. Wassers—327,431), soerhält es die Formel 3^2?^ -j- ZU — 9586,444, und das hiernachberechnete Verhällniß der Bestandtheile ist: Quecksilberorydul 82,25;Salpetersäure l4,l2; Wasser 3,53. Die Souerstoffmenge der Base »er-hält sich zu der der Säure wie l : 3;.
Andere basische Verbindungen, die man durch Behandlung der Krystallemit Wasser oder durch geringen Zusatz von Alkalien zur Auflösung dieser