Sie sep klar, ohne Farbe, und frei von Salzsäure und vonQuecksilberorydul. Spec. Gew. — l,l?g — l,l85. Die Salz-säure wird durch hinzugegossene salpetersaure Silberauflösun«, dasOrpdul durch zugesetztes salzsaures Natron erkannt.
Iiiyuoi' I^ärai'^i'i nitrioi oxvllulati. Ofydulilte
salvetersaure Quecksilberaussdsung.
(^erouriuz nitrnzuz»Iiol-. ^.i^uor^ilraliz li^rar^vruzi.)Nimm: gereinigtes Quecksilber vier Unze».Gieße darauf in einem schicklichen GefäßeSalpetersäure zwei Unzen,die mit
drei Drachmen destillirten Wassersverdünnt worden. Das Gefäß werde an einem kalten Orte,und wenn es nothig ist in ein anderes mit kaltem Wasser an-gefülltes gesetzt, bei Seite gestellt, so lange als Krystalle ent-stehen ; diese trenne von der Flüssigkeit und dem zurückbleiben-den Quecksilber, und trockne sie durch Pressen zwischen weißemFließpapier ohne Wärme. Zu einer Unze von diesen Kry-stallen setze unter Reiben hinzu
eine Drachme Salpetersäure,und darauf
heißes destillirtes Wasser sieben Unzen,oder soviel als hinreichend ist, daß das spec. Gew. der Auflö-sung sey — 1,100; diese siltrire, und bewahre sie über gerei-nigtem Quecksilber in einem gut verschlossenen Gefäße vorsichtigden Vorschriften gemäß auf.
Eine Auflösung des Quecksilbers in Salpetersäure bereitete bereitsLull im 13. Jahrhundert; er wandte sie zur Bereitung des weißenO.uecksilverpra'cipttats an. Daß aber diese salpetersaure Quccksilberauf-lösung sich in einem verschiedenen Zustande befinden könne, unterschiedman erst, als Lavoisier, Fourcroy, Hildebrand u. A. gezeigthatten, daß es verschiedene Orydationszustände des Quecksilbers gebe,ein Quecksilberorydul und ein Quecksilberoiyd, von denen jedes sich mitSalpetersäure verbinden kann, so daß es ein salpetersaures Quecksilber-orydul und ein salpetersaures Quecksilber«»» giebt. Die zur Bereitungdieser Salze von unserer Pharmakopoe gegebenen Vorschriften lassen jedesderselben im «inen unvermischten Zustande erhalten.
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