Druckschrift 
2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
Seite
514
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

«»

5i4

Linimt'ntuin ^esugiiuz

5«,«9 Weinsäure und ist zusammengesetzt aus l At. Weinsäure s--856,947) und i At. Kali s58b,9i6), erhält also die stöchiometrischeZahl «,'f 1426,865, woraus sich durch Rechnung folgendes Verhält-nis! der Vestandtheile findet: Kali 41,51; Weinsäure 58,6«.

Wenn das Präparat von der gehörigen Güte ist, so ist es weiß, nichtaber braun gefärbt. Es muß sich in der angegebenen Menge Wasservollkommen auflosen, und sich neutral zeigen, schüttelt man das Salzmit vier Theilen kalten Waffers, so werden die schwer auflöslichen fremd-artigen Salze, wenn diese in bedeutender Menge vorhanden sind, un-aufgelöst bleiben, aus der mit zehn Theilen Waffer gemachten Auflösungscheidet der etwa dann enthaltene weinsanre Kalt in der Ruhe aus. Inder mit Salpetersäure versetzten und von dem niedergefallenen Weinsteinabgesonderten Flüssigkeit dürfen salpetersaure Baryt-, salpetersaure Sil-berauflösung und oralsaures Kali nicht bedeutende Niederschlage hervor-bringen; geringe Trübungen sind der meöicinischcn Anwendung desSalzes nicht hinderlich. Von metallischen Beimischungen werden Zinnund Kupfer durch schwefelwasserstoffhattiges Wasser gefallt, elfteres aberdurch im Ueberschuß zugesetztes wafferstoffschwefliges Schwefelammonium(hydrotbionsaures Ammoniak) wieder aufgelöst; durch dieses letztere Rea-gens wird auch das Eisen aus der Salzauflösung gefällt. Eisen wirdferner durch Galläpfeltinctur blauschwarz, durch Cyaneisenkalium berliner-blau, Kupfer durch das letztere Reagens braunroih niedergeschlagen.

Dieses Salz findet in der Heilkunst häufige Anwendung zum innerenGebrauche. Es kann in Pulver- und Pillenform verordnet werden, nurmllß die Feuchtigkeit der Lust durch gut verstopfte Gläser abgehaltenwerden. Sehr zweckmäßig wird es daher in der Auflösung gegeben, diesedarf jedoch nicht auf zu lange Zeit ausreichen, weil das Salz in derAuflösung mit der Zeit eine Zersetzung erleidet. Es dürfen ferner nichtfreie Säuren, oder diese enthaltende Stoffe, als ?u>p, 1'Äinaiinäoruiilu. dgl. zugesetzt werden, ja es wird dieses Salz selbst durch die mehre-sten Neutral- und Mittelsalze, als Glaubersalz, Kochsalz, Bittersalzu. s. w. zerlegt, wegen der großen Neigung der Weinsäure, mit demKall sich im Ueberschuffe zu verbinden und Weinstein zu erzeugen, derhierdurch frei gewordene Antbeil Kali wirkt nun zersetzend auf die Salze, sodaß z. B. bei der Vermischung von einfach welnsaurem Kali mit Bittersalzein Gemenge entsteht aus Weinstein, schwefelsaurem Kali und Vittererde.

I^inilnentuin ^erußini«. Gnmspanliniment.

(Oxvmel ^srußini«. Grünspansau erhonig.)Nimm: gepulverten Grünspan drei Unzen,Essig zwei Pfund.Koche, bis ungefähr der dritte Theil Essig übrig ist. Filtrireund setze hinzu