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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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513
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Kali tai'laricum

5,5

Dieser Gehalt an weinsaurem Kalke setzt sich aber bis auf eine höchstgeringe Spur ab, wenn man das Salz in der'zehnfachen Menge kaltenWassers auflöst, und bei der gewöhnlichen Temperatur drei Tage hindurchstehen läßt. Beim Gefrierpunkte ist nur die sechsfache Menge Wasser undeine kürzere Zeit erfoderlich. Dieses Verfahren gründet sich darauf, daß nurdie concenirirte Lauge des neutralen weinsauren Kalis auf den weinsaurenKalk auflösend wirkt, daß die auflösende Kraft des erstercn Salzes auf dasletztere aber durch Verdünnung der Lauge und durch Erniedrigung derTemperatur so sehr geschwächt wird, daß das ohnehin nur durch schwachechemische Verwandtschaft zusammenhängende Doppelsalz aus weinsauremKali und weinsanrem Kalke in seineBestandtheilezerfällt, so daß das letztereSalz als für sich in Wasser unauflöslich allmälig krpstallinisch sich ausschei-det. Nur wenn die Lauge dem Gefrierpunkte ausgesetzt werden kann, magdemnach die Menge des Äussösuugsmittels etwas vermindert, bei dergewöhnlichen Temperatur aber muß die vorgeschriebene Menge Wasser zurAuflösung des eingedickte» Salzes angewandt werden. Würde man wenigeranwenden, so scheidet nicht aller weinsteinsaure Kalk aus, sondern ein Theilbleibt in der Auflösung, undHornemann fand, daß ein in einer gleichenMenge kalten Wassers aufgelöstes neutrales weinsaures Kali noch ändert-halb Procent Weinsäuren Kalt enthalten kann. Die Lauge wird hieraufklar abgegossen, filtrirt und wieder in einem zinnernen Kessel verdampftDa die Verdampfung zur staubten Trockne in einem zinnernen Kessel nicktohne große Gefahr des Zerschmchms des letzteren bewirkt werden kanneiserne Geschirre aber, die das Präparat sogleich eisenhaltig machen würden'nicht angewandt werden dürfen, so muß die Verdampfung ,r Trockneunter stetem Umrühren in einer porzellanenen Schale geschehen, wozu mansich auch der emaillirten eisernen Geschirre bedienen kann, und das trockneSalz sogleich in einem gut zu «erschließenden Glase aufbewahrt werdenDas einfach weinsaure Kali stellt ein vollkommen weißes Eal.pulverdar, welches schwer zum KrystMsiren zu bringen ist. Verdampft man dieAuflosung bis zur Syrupsdicke, und stellt sie bei mäßiger Wärme zur Kr»-stallisation hm, so erfolgt diese nach mehreren Tagen, und das Salz schießtin farblos durchsichtigen, geraden rhombischen Säulen mit zwei Flachenzugescharft an, die kein chemisch gebundenes Wasser enthalten, an der Luftaber feucht werden. Es schmeckt mild salzig, etwas bitterlich. An der Luftwlrd es feucht, ohne völlig zu zerfließen. In Wasser ist es sehr auflösllck -bei der gewöhnlichen Temperatur löst es sich m3-4 Th "Nasser voll!kommen auf, von siedendem Wasser braucht es weniger als s7m eiaenesGewicht. Die wäßrige Auflösung ist der freiwilligen Zersetzung nnter.vor»fen. Von kochendem Alkohol bedarf es zu seiner Auflösung 24u Tl» <7nder Glühhitze wich es zerstört, und hinterläßt eme Kohle, welche beim Aus-laugen kohlensaures Kali liefert. Es wird fast durch alle Säuren zerlegtdw ihm e.nen Antheil Kali entziehen, uud doppeltweinsaures Kali Wein-stein) erzeugen. Es best.ht nach Verzelius aus 4..5. KM undDu! k's preuß. Pharmak. l,. 23

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