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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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506
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Kali 8u1pKurawm

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ligsaures Kali; ln dem Augenblicke aber, wo der Schwefel ausgefällt ist,orydirt sich das unterschwefligsaure Kali zu schwefiigsaurem, und dieseswiederum zu schwefelsaurem Kali; wobei die Flüssigkeit sich immer neu»tral «erhält, weil ln allen diesen drei neutralen Salzen das relativeVerhältniß des Schwefels zum Kalium unveränderlich ist. — Eine Auf«lösung von Schwefelkalium in Alkohol in einer lose bedeckten Flasche hin-gestellt, setzt an der Oberfläche der Flüssigkeit unterschwefligsaures Kaliin weißen Krystallen ab, bis endlich der Alkohol mit dem abgeschiede-nen Schwefel so angeschwängert ist, daß er nichts mehr davon aufzulö-sen vermag, in welchem Falle dann Schwefel und Salz zusammen lcy»stallisiren. Hat man das zweite oder dritte Schwefelkalium in rechtstarkem Alkohol aufgelöst, so bekommt man viel krystallisirtes Salz, ehenoch der Schwefel anfängt abgeschieden zu werden.

Wenn nach diesen uns von Verzelius gewordenen Belehrungenüber die verschiedenen Verbindunasstufen von Kalium und Schwefel undderen Verhalten wir zu unserm pharmaceutischen Präparate, nach denin der Pharmakopoe bestimmten Verhältnissen, zurückkehren, so ersehenwir aus dem Obigen < daß dasselbe in die dritte Schwefelungsstufe ge-hört, daß es aber ein zusammengeschmolzenes Gemenge von Schwefel-kalium, schwefelsaurem Kali und kohlensaurem Kali seyn muß. Zur Bil-dung der dritten Schwefelungsstufe erfodern 100 Th. wasserfreies loh,lensaures Kali 58,22 Th. Schwefel, und das davon gebildete Gemengebesteht aus z Schwefelkalium und ! schwefelsaurem Kali. Das dritteSchwefelkalium ist demnach K5' - iU93,4ll, und seine Bestandtheilesind hiernach berechnet: Kalium 44,80, Schwefel 55,2». Da nun dasdurch Zusammenschmelzen voniWTH. kohlensaurem Kali mit 58,22 Th.Schwefel gewonnene Gemenge aus 3 Th. Schwefelkalium und 1 Th.schwefelsaurem Kali besteht, so müssen wir dasselbe folgendermaßen be-zeichnen 3 K 8' 4- «, i>'— 43?i,3l4 , woraus «ls Bestandtheile durchRechnung gefunden werden: 75,04 drittes Schwefelkalium und 24,8sschwefelsaures Kali. Diese Bezeichnung paßt aber nicht ganz für unserpharmaceutisches Präparat, d« zu demselben 10a Th. kohlensaures Kalinur mit 5« Th. Schwefel zusammengeschmolzen werden, mithin nichtalles kohlensaure Kali zersetzt, sondern das unzersetzte mit dem Schwe-felkalium und dem schwefelsauren Kali zusammengeschmolzen wird.

Die officinelle Schwefelleber ist frisch bereitet dunkel vraunroth; an derLuft wirb sie schnell grünlich, feucht und zerstießt. Sie riecht dann schwachnach Schwefelwasserstoffgas, was von der Einwirkung des kohlensauren Ga-ses herrührt. Der Geschmack ist widerlich bitter, alkalisch und ichweflig.Sie löst sich in 2 Th. Waffer völlig auf. Die Auflösung von dunkel gelb-brauner Farbe wird an der Luft trübe und läßt Schwefel fallen. Saurenentbinden daraus Schwefelwasserstoffgas, und scheiden einen weißen Schwe-fel (Schwefelmilch) aus; das Kalium wird nämlich auf Kosten des Wassersz«K»li orydirt, damit es sich mit der (Sauerstoff-) Säure verbinden könne.