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K»I! nitricum 6epuratuin
nachdem Trocknen in einen Topf von Gußeisen eingelegt, und bis zumSchmelzen erhitzt; wenn das Ausschäumen vorüber ist, wird die geschmol-zene Masse in Formen von Eisenplatten gegossen, welche in — 2<» Pfundhalten, und worin man die Masse fest werden läßt. Diese Methode ist des-halb vortbeilhaft, weil theils der Transport erleichtert wird, indem derSalpeter nunmehr einen geringern Raum einnimmt, auch kein Verlust beimTransporte möglich ist, theils der geschmolzene Salpeter den Stempel derReinheit an sich trägt, und die Güte desselben nicht erst besonders unter-sucht zu werden braucht. Der reine geschmolzene Salpeter ist nämlich imBruche strahlig, und zwar gewöhnlich grobstrahlig. Eine Beimengung von5 Pfund Kochsalz zu 2U Pfund Salpeter macht diesen schon weniger grob-strahlig ; ein Zusatz von K Pfund bildet in der Mitte des Salpeters einenStreifen, der nickt strahlig ist, und bei einer Beimischung von ? PfundKochsalz ist derselbe nur an den Kanten noch von strahligem Bruche. Wirdnoch mehr Kochsalz zugesetzt, so verschwindet das Strahlige des Bruchesgänzlich. Ungeachtet dieser erwähnten Vortheile hat diese Methode doch auchUngelegenheiten, welche ihre allgemeine Anwendung nicht zulassen; dahingehört i) daß die Zusammensetzung des Salpeters verändert wird durch zustarke Hitze beim Schmelzen, durch zufällig hineingefallene Kohle und durchden färbenden organischen Stoff, welchen er enthält, der in der ganzenMasse des Salpeters verbreitet und allmälig mit demselben erhitzt, eineMenge salpetrigsaures Kali erzeugt. Es würde unbedeutend seyn, wenndiese Stoffe diejenige Portion Salpeter, welche sie zersetzen können, inkohlensaures Kali verwandelten, aber das salpetrigsanre Kali schießt mitdem salpeterlauren an, und verringert seine Anwendbarkeit für vieleZwecke, so z. B., wenn man sich des geschmolzenen Salpeters zur Be»reitung kühlender Pulver bedient, die aus einem Gemenge von Salpetermit Weinsteinrahm bestehen, so entwickelt sich beim Zusammenleiben derGeruch nach salpetriger Säure, weil die freie Säure des Weinsteins dieschwächere salpetrige Säure austreibt. 2) Löst sich das geschmolzene Salzsehr schwer in Wasser auf, und muß bei seiner Anwendung zu Pulver,zur Bereitung der Salpetersäure einem langsamen und schwierigen Pul-vern unterworfen werden.
Der Salpeter lrystallisirt, wenn er aus kleinen Auslosungen, d. li,von i bis zu.4nn Quart Raum anschießt, in langen, unregelmäßigen, pris-matischen, gestreiften Krystallen; schießt er dagegen aus Auflösungen von3 — 40NU Quart Volum an, deren Abkühlung sehr langsam vor sich geht,so bildet er große sechsseitige Prismen, mit zwei breiten Flächen und mitzweiflächiger Zuspitzung, inwendig gewöhnlich mit longitudinalen Höhlungenversehen. Diese Krystolle sind für schnelle Temperaturwechsel so empfindlich,daß, wenn man sie in die Hand nimmt, sie gewöhnlich an einer oder med-rern Stellen mit Knistern abspringen. Die Salpeterkrystalle sind an derLuft unveränderlich, und haben ein spec. Gew. von i,«5N. Der Salpeterhat einen scharfen, kühlenden, schwach bitterlichen Geschmack. ion Th.