5l»1i acetiouln ^65
Manna sechs Drachmen.Colire von neuem und setze hinzu
Ci tronenölzu cker eine Drachme.Er st») von dunkler brauner Farbe,
Der zusammengesetzte Sennaaufguß, das Wienertränkchen, hat ei-sten süßlich, salzigen Geschmack. Es ist leicht dem Verderben unterwor'fen, wird kamig, entwickelt einen sauren Geruch, wird trübe und giebteinen Bodensatz; es ist dann nicht mehr brauchbar. Bei Bereitungdesselben dürfen die Sennesblätter aus den im l. Tb. S. 9lä. angege-benen Gründen nicht gekocht werden.
Es konnte wohl vorkommen, daß der ^»rlaiul natron»»«« durch daswohlfeilere Glaubersalz ersetzt worden wäre; in diesem Falle würde durchessigsaures Bleioryd ein Niederschlag (schwefelsaures Bleioryd) erzeugt wer-den, der in zugetripfelter reiner Salpetersäure sich nicht wieder auflöst.
K»!i aceticum. Essigsaures Kalt.Clerr» loli»l2l'»rt»ri. Geblätterte Weinsteinerde. ^cet«z
Nimm: kohlensaures Kali aus der Potasche, sovielals du willst,destillirten Essig, soviel als zur Neutralisation
erfodert wird.Die Flüssigkeit werde in einem zinnernen Kessel durch Ver,dampfung bis ungefähr auf den dritten Theil gebracht, undmit vollkommen ausgebranntem Kohlenpulver gekocht, dannwerde sie filtrirt, auf den Zustand der Neutralisation, wennes ndthig ist, durch einen Zusatz von concentrirtem Essig, zu-rückgebracht, und bei gelinder Wärme in einem gläsernen oderporzellanenen Gefäße zur Trockne verdampft. Das feste Salztrage sogleich, damit es nicht Feuchtigkeit anziehe, in ein glä-sernes Gefäß, und bewahre es in demselben gut verstopft auf.Es sey vollkommen neutral, weiß, und, soviel als es mög-lich ist, von fremdartigen Salzen frei. Daher lasse es, in der-jenigen Menge Wasser aufgelöst, daß das spec. Gew. sey -l,2Zo, auf den Zusatz von einem gleichen Gewichte Alkohol nichteine gar zu große Menge Salze zu Boden fallen. Von schweftl»wasserstoffhaltigem Wasser muß die Auflösung nicht gefärbt, auch
nicht getrübt werden. _____
Du ll's preuß. Pharmok. II. 30
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