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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
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Insusuin Lennae eomi»08itum

schen und getrocknet werden muß. Um dieses »Auswaschen und Austrock-nen des Präparats zu vermeiden, hat Geiger sel,r zweckmäßig stattdes Schwefeltaliums hydrothionsaures Ammoniak vorgeschlagen, wobeivorzüglich im Anfange tüchtig und anhaltend gerieben werden muß (dashydrothionsaure Ammoniak bereitet man sich dadurch, daß man Schwefel»wasscrstoffgas in starken Salmiakgeist bis zur Sättigung streichen läßt).Jedoch möchte hierdurch vielleicht «ine innigere Verbindung zwischenQuecksilber und Schwefel bewirkt, und dadurch die Wirksamkeit des Präpa-rates beeinträchtigt werden, die auf einer höchst feinen mechanischen Zcr-thetlung des Quecksilbers zu beruhen scheint, da bekanntlich der Zinnober(die chemische Verbindung zwischen Quecksilber und Schwefel) unwirksam ist.

Dieses 'Präparat ist ein völlig gleichförmiges schwarzes Pulver, dasin Wasser unauflöslich ist. Erhitzt ändert es sich unter Ausgabe vonSchwefel in Zinnober um. In Salpetersäure löst es sich unter Aus-scheidung von Schwefel auf, von Chlorwasserstoffsäure wird es nicht an-gegriffen. Es ist wohl nur als ein sehr inniges Gemenge von Queck-silber und Schwefel anzusehen, das sich wahrscheinlich einer chemischenVerbindung um so mehr nähert, ie höher die Wärme beim Znsammen-reiben gesteigert wurde. Hiernach müssen wir ein durch Zusammenschmel-zen bereitetes Präparat von dem durch bloßes Zusammenreiben bereite-ten wirklich verschieden halten, wenn auch beim Zusammenschmelzen dasAusbrechen in Flamme (in Folge der bei der chemischen Verbindungstattfindenden Ausgleichung der entgegengesetzten elektrischen Kräfte) ver«mieden wurde, so daß in diesem Falle das Präparat mehr ein Gemengein ungleichen Verhältnissen von einer chemischen Verbindung und einermechanischen Mischung scyn möchte. Da nun die Aerzte an dem chemischverbundenen Schwefelquecksllber eine geringere Wirksamkeit bemerkt habenwollen, so muß auch selbst beim Zusammenreiben ein sehr hoher Hitzegradvermieden werden. (Vergl. 1- T.H. S. 545.)

Wenn das Präparat die gehörige Güte hat, so muß es auch unter derLoupe keiue Quecksilberkügelchen erkennen lassen, sich in der Hitze voll-ständig verflüchtigen, und die oben angegebenen Eigenschaften zeigen.

"Inl>l5l,m Lennao compositum. ZllsmmncngesctztcrScnnaausgliß.

(I^oco H«zu«o laxativae Viennenzi». Statt des Wiener

Larirtrankchcns.)Nimm: Sennesblätter eine halbe Unze.Gieße auf

heißes gemeines Wasser vier Unzen.Macerirc eine halbeStunde hindurch. In der ausgepreßtenColcttnr löse auf

natronhaltigen Weinstein eine halbe Unze,