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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
Seite
458
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zugesetzt, so wird das Quecksilberorpdul zersetzt in ausscheidendes metal-lisches Quecksilber und in salpetecsaures Quecksüberolpd, welches mic demsalpetersauren Ammoniak ein auflösliches Doppelsalz bildet, das in derFlüssigkeit aufgelöst bleibt. Bei einem noch größeren Zusätze von Am-moniak wird das salpetersaure Quecksilberoryd zersetzt, und ein weißesSalz, ähnlich dem weißen Quecksilberpräcipitat, ausgeschieden, welchesmit dem gleichzeitigen schwarzen Niederschlage aus dem noch unzersetzrensalpetersauren Quecksilberorydul vermischt den grauen Niederschlag bildet.Aus diesem Grunde wird denn auch, wenn die salpetersaure Quecksilber»onflösung sowohl Orydul als Oryd enthält, gleich im Anfange cm grauerNiederschlag entstehen müssen. Aus dem hier Angeführten ersehen wir,daß das U^Hrzrß^l-um llx)s<!ul«luin nizrum unserer Pharmakopoe, wennes auch eine rein schwarze F<noe zeigt, doch schon metallisches Quecksil-ber, durch einen zu großen Zusatz von Ammoniak hineingebracht, ent-halten könne, daß dieses aber nicht zu der chemischen Beschaffenheit desPräparats gehört, und daß diese Einmischung vermieden wird, wennnur gerade so viel Ammoniak zu der salpetersauren Quecksilberoiydulauf-lösung gemischt wird, als zur Erzeugung des mic schwarzer Farbe nie-derfallenden Trivelsalzes «den angegebenen Verhältnissen erfooerlich ist.

Das Hahuemann'sche Quecksilber ist ein Pulver von sammischwar-zer Farbe, ohne einen Stick ins Graue, und in welchem man, auchdurch die Loupe betrachtet, kein metallisches Quecksilber erblicken darf.Es ist geschmacklos und unauflöslich in Wasser. Wird es mit Wasserbefeuchtet in der Hand gerieben, so bilden sich Quecksilberkügelchen. Er-hitzt verflüchtigt es sich vollkommen, wobei es unter Entwickeln»« vonSauerstoff, Ammoniak und Stickstoff zu metallischem Quecksilber reducirtwird. Concentrirte Essigsäure lost es unter Absetzen von essigsauremQuecksilber, bis auf ein Minimum eines weißen Pulvers auf, und des-halb nannte es Hahnemann auflösliches Quecksilber. Mit verdünn-ter Salpetersäure digerirt hinterläßt es «in weißes Pulver, welches etwaden dritten Theil betrögt, und eine unauflösliche Verbindung von sal-petersauren, Ammoniak mit Quecksilberoryd zu seyn scheint. In Chlor-wasserstoffsäure ist es unauflöslich, wird vielmehr dadurch in Kalomelumgewandelt. Aetzende Alkalien entwickeln daraus beim ZnsammenreibenAmmoniak, und concentrirte Schwefelsäure beim Erwärmen Salpetersaure.

Die Prüfung dieses Präparats auf seine Reinheit ergiebt sich aus deneben angegebenen Eigenschaften desselben. Man hat also zuerst darauf zusehen, daß es völlig schwarz sey und kein Quecksilberkügelchen unter derLoupe erkennen lasse, und daß es sich vollkommen verflüchtige. Die Auflö-sung in concentrirter Essigsäure ist ein Hauptprüfungsmittcl; bei einemfehlerhaften Präparate bleibt entweder metallisches Quecksilber oder eineweiße Verbindung zurück. Löst die Essigsäure gar nichts auf, so ha: manstark zu vermuthen Ursache, daß es nicht das verlangte Präparat, sondernetwa Schwefelquecksilber sey. Bleibt bei der Auflösung ein schwarzer Rück-