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neu medicinischen Wirkungen mit der Wurzel einer in vorigen Zeitenofficinellen Pflanze, Convolvulu« T'urpeiKum, zu finden glaubte. Dasbasische Salz ist im Wasser nicht völlig unauflöslich.
Wenn i At. neutrales schwefelsauresQuecksilberoryd, NZ i>"(—,886,987)mit t At. Natriumchlorid, ^«^! (— 733,5^7) in wechselseitige Be-rührung gebracht werden (durch welche Zahlen zugleich das erfoderltcheVerhältnis! beider Stoffe angegeben ist), so erfolgt unter Mitwirkungder Wärme eine gegenseitige Zersetzung der Salze, ein Austausch ihrerBestandtheile, und es entstehen i At. ll«!»"— 892M2 (Glaubersalz)und i At. NßOl — 1708,472 (Qnecksilbersnblimat), o. h. die Schwe-felsäure aus dem schwefelsauren Quectsilberoryde steht in einem starker«elektrischen Gegensatze, hat eine größere chemische Verwandtschaft zumNatron, dessen metallisches Nadieal ihr im Natriumchlorid entgegentritt,als zum Quccksilberoryde; damit nun dieser Verwandtschaft genügt wer-den könne, entzieht das Natrium dem Quecksilberoryde den Sauerstoff,wird zu Natron und verbindet sich mit der Schwefelsaure zu schwefel-saurem Natron, einem feuerbeständigen Salze, welches daher auf demBoden des Kolbens zurückbleibt, dagegen geht nun das reducirte Queck-silber mit dem Dovvelat. Chlor leicht eine Verbindung ein, bildet Queck-silberchlorid, welches, als ein in der Hitze flüchtiges Salz, sublimirtwird, und sich an dem ober« Theile der Kugel des Glaskolbens ansetzt.
Die Bildung des atzenden Quecksilberchlorids erfolgt auch nach West-rumb's Methode durch folgendes Verfahren. In eine völlig reine, heißbereiiete salpetersanre Queckstlberorydauflösung wird reine Chlorwasser-stoffänre eingetröpfelt. Es entsteht im Anfange ein weißer Niederschlag,welcher sich durch mehr zugesetzte Chlorwasserstoffsäure wieder auflöst.Diese Auflösung wird nun in einem gläsernen Geschirre an einen kaltenOrt gestellt, es Meßt ein Salz m langen spießigen biegsamen Krystal-len an, welches von dem durch Sublimation erhaltenen Salze nur inseiner äußern Form verschieden ist. Die überstehende Flüssigkeit wirdbei mäßiger Wärme weiter abgedampft, und liefert durch fernere Kry-stallisation noch eine betrachtliche Menge dieses Quecksilbersalzes; dieendlich zurückbleibende nicht krpstallisirbare Flüssigkeit enthalt Salpeter-säure, Salzsaure und noch etwas aufgelöstes ätzendes Quecksilber.
Wenn zu dem aufgelösten Quecksilberorydsalze Chlorwasserstoffsäuregetröpfelt wird, so treten der Sauerstoff des Oryds uud der Wasserstoffder Säure zu Waffer, Quecksilber uud, Chlor zu Chlorquecksilber zusam-men. Die ersten Niederschläge, die sich zeigen, rühren von einem An-theile Orvdulsalze her, durch welches nur so viel Chlor frei gemacht wird,daß einfach Chlorquecksilber, Kalomel, gebildet wird, welches, als eineunauflösliche Verbindung, einen weißen Niederschlag bildet. Fährt manmit dem Zusetzen der Chlorwasserstoffsäure fort, so wird durch die frei-gewordene Salpetersäure aus der Chlorwafferstoffsäure Chlor frei gemacht