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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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H^ärarg^rum ammoni»tc» inuriatlouin 427

l799 aufgenommen, mit der Abänderung, daß statt des Kalis kohlen-saures Natron zur Niederschlagung vorgeschrieben wurde.

Diese Vereitungsweise ist denn auch jetzt noch aufgenommen worden,und es ist nur hierbei zu bemerken, daß man bei dem Zusetzen der Na-tronauflösung mit der gehörigen Vorsicht verfahren müsse, weil eine zugroße Quantität derselben dem Niederschlage eine gelbe Farbe ertheilt.Man muß daher gegen das Ende nur langsam die alkalische Auflösungzusetzen, und noch besser ist es, wenn man von Zeit zu Zeit eine kleinePortion der Flüssigkeit siltrirt, und dieser nun tropfenweise die Natron-auflösung zusetzt, bis der Niederschlag gelb erscheint, um die noch nöthigeMenge Natron für die ganze Flüssigkeit ungefähr zu berechnen. Sollteman indessen durch unvorsichtiges Zugießen der alkalischen Auflösung ei-nen gelblichen Niederschlag erhalten, so läßt sich dieser dadurch verbes-sern, daß man etwas Salzsäure, oder besser eine Auflösung von einigenLotden Salmiak hinzugießt und alles wohl untereinander rührt. DieSalzsäure darf man nur tropfenweise unter beständigem Umrühren solange zusetzen, bis die gelbe Farbe verschwunden ist; eine größere Mengelöst einen Theil des Niederschlages wieder auf. Man scheidet jetzt denNiederschlag durch ein Filtrum von weißem Fließpapier ab, wäscht mitkaltem Wasser so lange aus, bis dieses völliq geschmacklos abläuft, trock-net ihn im Luftzuge an einem schattigen Orte und bewahrt ihn auf.

Qucctsilbersublimat und Salmiak verbinden sich auf eine so innigeWeise, daß beide Salze weder durch Hrpstalllsation »och durch Sublimationgeschieden werden können. Es ist diese Verbindung, früher unter demNamen Alembrothsalz, Salz der Weisheit, Salz der Wissenschaft, bekanntund berühmt, ein Doppelsalz aus salzsaurem Ammoniak (Base) und salz-saurem Quecksilberoryd (Säure), oder nach Verzelius aus Chlorammo-nium und Quecksilberchlorid. Es ist dieses Doppelsalz in Wasser leicht auf»löslich, und giebt Krystalle, die denen der einfachen Salze nicht unähnlichsind. Durch Natron wird diesem Doppelsalze Salzsäure (Chlor) entzogen,und es fällt ein unauflösliches weißes Pulver zu Voden, welches das ver-langte Präparat ist. Wird mit dem Zusetzen der Natronlösung zu langefortgefahren, so wird auch dieser weiße Niederschlag zersetzt und ein Lheildes Quecksilberorydes mit gelber Farbe ausgeschieden, daher dem, auch eingeringer Zusatz von Salzsäure oder Salmiak die gelbe Farbe zum Ver-schwinden bringt. Dasselbe Präparat wird auf dem kürzesten und sicherstenWege dadurch erhalten, daß man eine Quecksilbersublimatauflösung so langemit Aetzammoniak versetzt, als ein Niederschlag hervorgebracht wird.

Der gut bereitete weiße Quecksilberpräcipitat erscheint als ein völligweißes Pulver, von widerlich scharfem metallischem Geschmacke. Es ist imWasser äußerst schwer auflöslich, in AiMol ganz unauflöslich. Anruftund Llchterleidet es völlig trocken keine Veränderung; in der Hitze verflüch-tigt es sich «ollkommen, unter Entwickelung von Stickstoffgas und Ammo-niaksas, und es sublimirt sich Quectsilberchlorür. Aetzende Alkalien entwi-

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