k'errnm oxväul. lusouin — ox^äul. nigruin /»«5
(Repert. XXVIII. S, 282.) zur Darstellung eines großentheils unzersetztenkohlensaure» Cisenoryduls folgendes Verfahren vorgeschlagen. Eisenchlorür-(salzsaure Elsenorydul) Auflösung wird in einer Flasche durch kohlensauresAmmoniak im Ueberschusse zersetzt, die Flasche luftdicht verschlossen, undzum Absetzen des Niederschlages hingestellt. Dann wird das Wasser abge-gössen, ausgekochtes Wasser wieder auf den Niederschlag gegeben, dasWasser wieder abgegossen, der Niederschlag auf einem Filnum gesam-melt, und hier mit Alkohol ausgewaschen, um das Wasser zu entfernen,durch welches vorzüglich die schnelle Ueberführung des Oryduls in 0r.yderfolgt. Hierauf wird der Niederschlag sogleich zwischen Fließpapier aus-gepreßt, und ausgebreitet an die warme Luft zum Trocknen gelegt. Hier-bei gieng die weiße Farbe des kohlensauren EisenorydulhydratS sehr schnellins Olivengrüne über, und änderte sich bis zum völligen Trocknen »ochmehr ins Braune. Das zarte braune Pulver ist nun zwar kein reineskohlensaures Elsenorydul, indem es Eisenorydhydrat enthalt, allein esenthält nach, Büchner doch soviel Kohlensäure, daß es auf den Nameneines Carbonats Anspruch machen kann, und es wird von Chlorwasser-stoMure unter starkem Aufbrausen sehr schnell und vollkommen aufgelöst.Außer der Kohlensäure enthält aber das «fficinelle Präparat noch einenAntheil Wasser chemisch gebunden, und wenn wir den kleinen AntheilKohlensäure bei demselben unberücksichtigt lassen, so werden wir das aufjene Weise dargestellte Cisenoryd als ein Hydrat, also als Eisenorydhy-drat, betrachten können. Das Eisenorydhydrat besteht nach Berzeliusaus 85,3 Cisenoryd und t4,7 Wasser, und wir müssen es nach den Re-sultaten der Analyse für eine Verbindung von 2 Doppelat. CisenoryoMit 3 At. Waffer halten und mit folgender stöchiometnschen Zahl bezeich-nen Ve°Ü" - 2291,289. Das Cisenoryd enthält darin 2 mal so vielSauerstoff als das Wasser. In der Natur findet sich dieses Cisenoryd-hydrat als Brauneisenstein. Auch ist der trockne dunkelgelbe Nost, welchersich iu feuchter Luft an der Oberfläche des Eisens bildet, oft von gleicherBeschaffenheit, nicht selten aber enthält er zugleich kohlensaures Elsenorydul.Wird das Eisenorydhydrat einem starken Glühfeuer ausgesetzt, so läßt essei» Hydratwasser, auch die geringe Menge der beigemengten Kohlensäure,fahren, und kommt nun ganz mit dem Ferrum ox^äalum rubrum überein.Wenn nämlich das reine krpstallisirte schwefelsaure Eisenorydul mitSalpeter in einem Tiegel geglüht wird, so erfolg! hier sogleich die Um-wandlung des durch das Kali des Salpeters von der Schwefelsaure abge-schiedenen Eisenorpduls in Etsenoryd, auf Kosten der Salpetersaure ausdem Salpeter, welches hier kein Hydrat seyn kann. Auch wenn die erkal-tete Masse mit Wasser gekocht und abgewaschen wird, um das schwefelsaureKali zu entfernen, wird kein Hydrat gebildet, sondern dieses erfolgt nur,wenn dem Orydul oder dem Oryd im Momente des Ausscheidens aus seinenwäßrigen Auflösungen Gelegenheit gegeben wird, sich mit Waffer zu verbm»den. Das Zerium ox^äawm rubrum ist demnach ein ntnes Elsenoryd,
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