>5
j^
> '
52^
C.liloietum t)l»?ci»i'iÄ6
zuzcigcndc Weise entwickelt, und durch eine dünne Nöhre in dengebrannten Kalk hiueingclcitet, so lange als es vvn diesem ver-schluckt wird. Das herausgenommene Pulver werde in einemgut verschlossenen Gefäße aufbewahrt.
Bei fehlender Vorrichtung wird es leicht aus chemischen Fa-briken gekauft.
Dieses Präparat wurde von Ten na n t im Jahr 1798 entdeckt, undbald wurde es durch seine ökonomische Anwendbarkeit unter dem NamenvonTennant 's Blelchvulver berühmt. Die Bereitung desselben bittet kei-ne großen Schwierigkeiten dar, da es nur eines weiten Gaeleitiniasrohrs be-darf, um das entwickelte Chlorgas in das in einer mehr weiten als hohenFlasche, deren Boden man mit einer dünnen Lage von feuchtem Kochsalzbedecken kann (Geigcr's Magazin. Neuer. 4827. S. <l2),entl,altene Kalk-hydrat hineinzuleiten. Zweckmäßig setzt man diese Flasche noch mit einerzweiten in Verbindung, und sorgt dafür, daß die Chlorentwickelung nichtgar zu rasch erfolge, damit das Gas nach und nach von dem Kalthydrataufgenommen werden könne, welches man daher mit einem HolzsMchenumrührt, wenn das gelb gefärbte Chlorgas darüber stehen bleibt. DasKalklwdrat breitet man in der Flasche so aus, daß der kleinste Theil aufdie Seite zu liegen kommt, an welcher die Röhre heruntergeht. Da bttder Absorption des Chlorgases Wärme entwickelt wird, so muß man dieFlasche mit einem feuchten Tuche umgeben, um sie kühl zu erhalten, dennfindet dabei eine bedeutende Erwärmung statt, so entweicht Sauerstoffgas,und das Präparat wird in seiner Kraft bedeutend geschwächt. Ure hatfolgendes, auch von Buchner empfohlene Verhältniß der Bestandtbeile an-gegeben: 2«TH. Kochsalz, 20 Th. Braunstein (da der Braunstein nichtimmer gleich gut ist), 5u Th. concentnite Schwefelsäure, vorher mit n»Td. Wasser verdünnt, nnd 28 Th. zu Staub gelöschten Aetzkalk. DerAetzkalk muß, wie erwähnt, durch Besprengen mit Wasser in ein staubigesPulver verwandelt worden seyn, indem von dem bloß gepulverten trocknenAetzkalk das Chlorgas nicht aufgenommen wird. Van Mons empfiehlt:2 Th. gebrannten Kall und 1 Th, krystallifirtes schwefelsaures Natron un-tereinander zu mahlen, wodurch der Kalk zu Hydrat wird, indem das Key-stallisationswasser des Salzes zum Kalke übergeht; hierauf wird das Pul-ver mit Chlorgas gesättigt. Das auf diese Weise erhaltene Pulver sollmehr Bleichkraft haben als der gewöhnliche Chlorkalk, so daß das Glau-bersalz nickt allein den Vortheil gewähre, dem Chlor mehr Oberfläche dar-zubieten, und nach Schindler beweist sich der Zusatz von Glaubersalz da-durch voriheilhast, daß oer Aetzkalk leicht und vollkommen in Hydrat ver-wandelt werde, weil auch bei hinreichendem Wasser doch noch Kalktheilchenungelöst bleiben, die erst langsam in Hydrat übergehen; auch wird dieserChlorkalk nicht leicht feucht. Das fertige Vleichpulvcr muß sogleich in recht