Z2 2 cünclionwm 8l,1pdurioum
Handels bezogenes schwefelsaures Chinin nur nach angestellter genauerPrüfung in Gebrauch zu ziehen.
Das Chinin geht auch mit den übrigen Säuren, als Salpetersäure,Salzsäure,' Phosphors., Essigs., Weinsteins., Klees., Arseniks., Gallus-säure, Verbindungen ein, und man kann diese Verbindungen leicht aufdirectem Wege darstellen, wenn man das Chinin, welches man auf die»«geschriebene Weise aus dem schwefelsauren Chinin abscheidet, mit derverlaugten Säure sättigt. Von dielen Verbindungen sind das salzsaure,Phosphors, und essigs. Chinin krystallisirbar; das salzsaurc krystallisirtm Nadeln mit Perlmutterglanz und ist ziemlich leicht in Wasserauflöslich; das phosphorsaure krystallisirt in durchsichtigen Nadeln, diein Wasser und Alkohol leicht auflöslich sind; das essigsaure krystallisirtin glänzenden Nadeln, die sich gruppenförmig zusammenhäusen, m kal-tem Wasser sÄnve», in heißem Wasser leicht auflöslich sind. Das salp»tersaure Chinin blldet eine ölige Flüssigkeit, welche beim Erkalten wachs-«mg wild. Das Weinsteins., arseniks. und gallussaure Chinin werdenin Pulverform ausgeschieden. Von diesen Salzen ist bis letzt nur nochdas salzsaure Chinin in den medicmischen Gebrauch gezogen worden.
DasCinch « nin schießt in kleinen, farblosen, durchsichtigen, geschobenvierseitigen Prismen mit zweiflächiger Zuspitzung an. Anfangs schmeckt eswenig, Hintennach aber sehr stark und anhaltend; der Geschmack ist dem desChinin« ähnlich. Es stellt die blaue Farbe des gcrötheten Lackmuspapierswieder her. Erhitzt verliert es nichts au Gewicht, und schmilzt nicht eher,als bis es sich zu zersetzen angefangen hat, wobei sich aber ein Theil unver-ändert in glänzenden Nadeln sublimirt. In kaltem Nasser ist es fast un-auflöslich, und von kochendem bedarf es 2ZW Th. In Alkohol ist es vielschwerer auflöslich, als das Chinin. Von Aether wird es fast nicht aufge-löst, und nur in sein geringer Menge von fetten und flüchtigen Oelen,sowie von Steinöl. Nach PeNeNer undDnm » s besteht das Cinchoninaus: Kohlenstoff?^?; Wasserstoff6,22; Stickstoff9,02; Sauerstoff7,?9,was, zu der nächsten Anzahl ganzer Atome reducirt, ausmacht C " il" N»0 --- 58?8 467. Mit den Säuren bildet das Cinchonil, eigenthümliche Salze,die sick durch einen jehr bittern, dem der Chininsalze nicht unähnlichen Ge-schmack auszeichnen. Es glebt sowohl völlig neutrale als saure Salze. Siewerden, wie die Chininsalze, von oialsouren, weinsauren und galläpfelsau-ren Salzen, s°me von Galläpfelaufguß, gefällt. Die neutralen Salze be-stehen aus einem Atom Base und einem Atom Säure.
Das neutrale schwefelsaure Cmchonin schießt in Prismen mit rhombi-scher Basis und zweiflächiger Zuspitzung, oder mit gerade angesetzter End-fläche an. Es ist in Wasser sehr schwer «»fiöslich, wovon es bei gewöhn-licher Temperatur 51 Th. bedarf. Es braucht sz Th. Weingeist von u,«5und n; Th. wasserfreien Alkohol. Im Aether ist es unauflöslich. Bei.,. mu° C. leuchtet es wie das schwefelsaure Chinin, jedoch schwächer.Ueber -l- l'"> ° C. erwärmt, schmilzt es wie Wach«, und bei noch höherer