!l)0
O»Io»i-ia uzt«
weiß, vermischt, in welchem Falle auch bei der Auflösung sich ein Aufbrau-sen zeigte War dieses, aber mit Schwefelsäure kein Niederschlag, so wars kohlensaures Wismuthoryd, durch kohlensaures Kali niedergeschlagen.War der Niederschlag Wismuthorydhydrat, so erfolgt zwar die Auflösungin Salpetersäure ohne Aufbrausen, aber beim Behandeln desselben mitSchwefelsaure wird keine Salpetersäure frei, die sich beim Erhitzen an ih-ren Dämpfen erkennen, oder auch durch Destillation gewinnen laßt; auchwird in beiden Fällen der Niederschlag durch Eisen und Kupfer verunrel-niat sevn, welche in dem vorschriftmäßig bereiteten Wlsmuthmedel schlagenicht vorkommen können, da diese Metalle aus der salpetersauren Auflo-sung durch Wasser nicht gefällt werden, sondern in der Auflosung bleiben.Diese Beimischung fremder Metalle wird in der salpetersauren Auflösungdes Niederschlages durch blausaures Eisenkali und Galläpfcltinctur entdeckt;die reinen Wismuthsalze werden durch crstercs Reagens wei,?, E„cn aberblau, Kupfer rothbraun, durch Galläpfeltinctur werden Wwmuth gelb.Eisen beinahe schwarz gefallt. Finden sich nun diese fremden Metalle,so war der Niederschlag durch ein Mali gefällt worden. War etwader Niederschlag auf die Weise bereitet worden, daß die salpetersaureWismuthauflosung in «erdünnte Kochsalzlösung gegossen worden, so w,rddie Auflösung des Niederschlages in Salpetersäure durch salpetersauresSilber getrübt, nämlich Chlorsilber erzeugt werden. Erfolgte nichtvollkommene Auflösung in Salpetersäure, so ist Gvps beigemischt, derdurch salpetersauren Baryt nachgewiesen wird. Beigemengtes Stärke-mehl nimmt erst mit Wasser, dann mit Iodtinctur befeuchtet, e.neblaue Farbe an, auch wird mit kochendem Wasser Kleister gebildet.
Der Wismuthniederschlag wird innerlich in Pulverform gegeben,früher wurde er auch als Schminkmittel benutzt, wozu er aber nichtbesonders geeignet ist, da er durch das Sonnenlicht, noch mehr durchSckwefelwasserstoffgas in den Ausdünstungen, durch den Schweiß, ge-bräunt wird, und daher nach einiger Zeit die Haut braun färbt.
**6«1oai-:a U8t« 8«« 6«Ix viva pur«. Oxväum
e»1oicum purum. Reiner gebrannter Kalk.
(I. Th. S. 199.)
Das Brennen des Kalkes ist sckon in den ältesten Zelten bekanntgewesen, und es ist gewiß, daß schon die Aegypter, Hebräer, Assyrier,Griechen, Römer u. a. den gebrannten Kalk zur Aufführung ihrer Ge-bäude von Stein anwendeten; den Vorgang bei dem Brennen des Kal-tes und die Natur des Unterschiedes zwischen dem kohlensauren unddem gebrannten Kalke klärte aber erst Black 1755 auf.
Der kohlensaure Kalk, der i^c - 652,456 ist und aus 56,29 Kalkund 45 7l Kohlensäure besteht, wird in starker Glühhitze zersetzt; der eineVestandtheil desselben, die Kohlensäure, wird in der Hitze gasförmig, ent-