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^nrum muriaticuln
net, 2 Drachmen; gepulvertes arabisches Gummi 2 Drachmen; bestillir»tes Wasser 3 Loth. Nro. 2. Eigentliche Tinte: reinen Höllenstein iDrachme; gepulvertes arabisches Gummi l Drachme; destillirtes WafferiLoth; Kicnrnß mit einigen Tropfm Weingeist abgerieben oder schwarzeTusche tu Gran. Mit der Flüssigkeit Nro. i. wird erst die Stelle, aufdie geschrieben werden soll, angefeuchtet, und nachdem diese wieder tro-cken geworden ist, mit Nro. 2. geschrieben. Das kohlensaure Natron inNro. i. ist nöthig, um das Silbersalz zu zersetzen, und die Einwir-kung der Talpetersäure auf die Substanz des Leinen :c. zu verhüten.Beide Flüssigkeiten müssen nicht auf zu lange Zeit vorräthig gehaltenwerden, indem in der ersten das Gummi eine Veränderung erleidet, inder zweiten das Silber durch das Gummi reducirt wird,
*H,UI-NN1 muriatloum. Salzsaurcs Gold.
(t^liloreluin ^uri cum Alioi-et» ^Vati-ii.)
Nimm: Gold sechs.'Tl)eile.Löse es auf i«
einer hinreichenden Menge Salzsäure,unter tropfenweisem Zusetzen von Salpetersaure, so viel alszur Auflösung des Goldes erfodert wird.Dann mische hinzu
troctnes salzsaureS Natron zehn Tbeile,und bringe es nach der Auflösung durch Verdampfen bei gelin-dem Feuer in ein gelbes Puluer.
Das Gold, der König der Metalle von den Alchymisten benannt, undvon ihnen für das unveränderlichste und reinste Metall gehalten, sollte auchden menschlichen Körper, wenn es gelänge, es demselben mitzutheilen, un-zerstörbar machen, daher entstand denn das Streben, ein ^urum poi«l„'i«zu erfinden. Dieses ist auch bereits in früheren Zeiten gelungen, und manwußte schon im 8. Jahrhundert, daß das Gold sich in Königswasser auf-löse, und das dargestellte ^uruu, pal«bil<? war eine Auflösung des Chlor-goldes in Schwefeläther. Geber schreibt ihm die Kraft zu, die Heiterkeitdes Geistes hervorzurufen, und den Körper stets in Iugendkraft zu erhal-ten. Dann sollte es Melancholie und Herzschmerzen heilen. Th. Para-celsus empfahl eine Zusammensetzung aus Quecksilbersublimat und Goldals eine Univcrsalarznei. VasiliusValentinus rieth den Gebrauchdes Goldes in den Nervenkrankheiten. Antonius Lecoq (Ant. Gallus),Arzt zu Paris, machte im Jahre 154N ein Arzneimittel gegen Syphilisbekannt, welches vorzüglich aus dem ätzenden Quecksilbersublimat und demGolde bestand. Doch wurde die Anwendung des Goldes gegen Syphilis bisauf wenige Ausnahmen ganz vergesse!,, bis in neueren Zeüen, im Jahre