^l'ßentum nitricum fusum
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bers unter dem Namen Höllenstein wird erst gegen das Ende des 16. Jahr-hunderts von Angelus Sila aus Vicenza erwähnt.
Kommt Silber mit Salpetersäure in Berührung, so greift letzteredas erste« sogleich an, und die Auflösung geht schon in derKälre sehr leb-haft vor sich, sie braucht daher nur durch wen« Wärme unterstützt zu wer-den. Während der Auflösung entwickeln sich häufige rothe Dampfe, weilein Tycil der Salpetersäure zersetzt und zu Stickstofforpd desorydut wird,damit das metallische Silber durch den Sauerstoff derselben in Olydverwandelt werde, zu welchem die Salpetersäure eine große Verwandt,fchaft hat, und mit dem sich denn auch die unzersetzte Salpetersäure zusalpetersaurem Silberorydc verbindet. Das gasförmige Stickstofforydnimmt aber wahrend des Einweichens wieder Sauerstoff aus der almo»sphärischen Luft auf und wird zu salpetriger Säure, welche die rothenDampfe bildet. Hat man mehr Salpetersäure genommen, als zur Auf»lösung des Metalls erfoderlich ist, so geht diese überschüssige Säure wäh«rend des Abdampfens unnöthig verloren; jedoch muß auch die Säure inhinreichender Menge vorhanden seyn, um alles Metall aufzulösen, beson-ders wenn man ein lupferhaltiges Silber angewandt hat, weil dann nichtdas Kupfer, sondern gerade das Silber unaufgeM zurückbleiben würde.In diesem Falle wird auch die erhaltene Auflösung eine mehr oder weni°ger blaugrüne Farbe haben, je nachdem mehr oder weniger Kupfer demSilber eingemischt war. Nur wenn ganz reines Silber angewendetworden, ist die Auflösung farblos. Die Auflösung wird nun in einergläsernen oder porzellanenen Schale bei gelinder Wärme bis zum Krpstal-lisationspunkte verdampft, wo dann der erste Krpstollanschuß, wenn dieAuflösung nicht gar zu viel Kupfer enthielt, aus reinem salpetersaurenSilberoryde bestehen wird, daher man die Lauge abtropfen läßt, mit destil-lirtem Wasser die Krpstalle abspühlt, und vor dem Lichte geschützt trocknet.Das salpetersaure Silberorpd bildet völlig weiße, undurchsichtige, tafel-förmige Krpstalle, die an der Luft nicht feucht werden, sondern durchaustrocken bleiben. Das Feuchtwerden derselben an der Luft deutet entwederauf freie Säure oder auf einen Gehalt an salpetersauremKupferoxpd. DemLichte ausgesetzt werden sie schwarz, wenn sie jedoch vollkommen trockensind, so verändern sie die Farbe nicht. Dieses Salz bedarf zu seiner Auf,lösung ein gleiches Gewicht kalten Wassers, und die Auflösung ist vollkom-men farblos. Kochender Alkohol löst ^ seines Gewichts davon auf, welchesjedoch bei dem Erkalten größtcntheils niederfällt. Dieses Salz verändertnicht, wie die meisten Metallsalze, die Farbe der Lackmustinctur oder desLackmuspapiers. Mitverbrennlicken Körpern verpufftes. Legt man einigekleine Krpstalle von salpetersaurem Silberorpd auf einen Amboß von Eisen,und höchstens einen halben Gran Phosphor darauf, und giebt nachher ei-nen Schlag mit einem Hammer, so entsteht eine Verpuff««« mit starkemKnalle; diesen Versuch kann man mit einer größern Quantität nicht an-stellen, weil er sonst gefährlich werden kann. Wird Phosphor in eine sehrD u l l's preuß. Pharma!. II. 18
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