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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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136
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^cicluni aceticuin

gewöhnlich nur zu äußerlichen Zwecken, als Ricchmittel dienenden Präpa-rate auch die Rücksicht, jeder möglichen Verunreinigung mit dem so schädli-chen Bleie vorzubeugen, welche bei dem als innerliches Heilmittel häufig zurAnwendung gelangenden ^««wm concenlrawm die Ausschließung des Blei-zuckers räthlich machte, wegfällt. Die Anwendung einer tubulirten Netorte,durch deren Tubulus die Ingredienzen in die Netorte gebracht werden, hilftwesentlich einer Verunreinigung des Destillats vorzubeugen. An die nur biszur Hälfte angefüllte Tubulatretorte wird eine geräumige Vorlage durcheinen Kut von Gypsund starkem Mehlkleister angekittet, und wenn dasLutum gehörig ausgetrocknet, auch der T'ubulus mit nasser Blase verschlos,fen ist, bei allmälig, besonders gegen das Ende der Destillation verstärktemFeuer oestilltrt, wobei während der Destillation die Vorlage stets kühl erhal-ten werden muß. Auch hier ist es zweckmäßig, den aus dem Sandbadehervorragenden Theil der Retorte mit dem bei ^eetum c<>ncenlr»wu»erwähnten Hute von Pappe zu bedecken Die Ratification der erhaltenenSäure über Braunstein oder über essigsaures Kali findet in dem bei äe«><um cuncenllÄtum Angegebenen ihre Erläuterung, und es ist daher hiernur noch hinzuzufügen, daß, wenn die Essigsäure durch bei der Destillationmechanisch übergerissenes Bleioryd verunreinigt seyn sollte, dieses bei einerin gelinderHitze bewirkten Recnfication derselben füe sich im Rückstände bleibt.

Die Aetiologie des Processes ist hier dieselbe, wie bei^celum c°n.««nlr«wm. Die Schwefelsäure, von der das vorgeschriebene Verhältnißnur wenig das stöchiomelrisch den 64 Unzen Bleizucker entsprechende Ver-hältniß, nämlich 16,6>2 Unzen übersteigt, bewirkt wegen näherer Ver-wandtschaft zum Vleiorpde eineIerschung des essigsauren Bleloryds, dieausgeschiedene Essigsäure wird in der Hitze verflüchtigt, in der kalt ge-haltenen Vorlage aber, an welche die gasförmige Essigsäure ihren Wär-mestoff abgiebt, wieder zur tropfbaren Flüssigkeit verdichtet. Wegen die-ser Flüchtigkeit der Essigsäure ist es dann auch nöthig, dieselbe in Glas-fiaschen mit gut schließenden Glasstöpseln aufzubewahren. Im Rückstandein der Retorte bleibt schwefelsaures Bleioryd, weiches-zwar keine vhar-maceutische Anwendung findet, jedoch mit dem kohlens. Bleioryde, demVleiweiß, gemengt zum Anstreichen mit Oelfarbe benutzt werden kann.

Um eine recht conccntrirte Essigsäure zu erhalten, schreibt Nerze-lius vor, verwittertes essigsaures Bleioryd anzuwenden, welches man ineiner Tubulatretorte ungefähr mit ,', seines Gewichts, oder noch etwasweniger, concentrirter Schwefelsäure von 1,850 spec. Gew. übergießt, dasGanze mit einer Glasröhre gut umrührt, und bei gelindem Feuer destillirt.Etwas schweflige Säure wird die Flüssigkeit bei aller Vorsicht doch enthal-ten, wovon man sie nach Ver z elins durch einen geringen Antheil brau-nes Bleioryd befreien kann, welches an sich in Säuren unauflöslich ist,leicht aber dann auflöslich wird, wenn es Gelegenheit hat, den überschüssi,gen Sauerstcffan eine andere Substanz abzugeben, welches hier die schwef-lige Saure ist, die dadurch in vollkommene Schwefelsäure in wenigen