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ter Hitze bis zur Trockne. Die erhaltene Flüssigkeit rectificire,wenn sie durch Brenzliches oder durch schweflige Säure ver»unreinigt ist, über
zwei Unzen aufs feinste zerriebenen Braun»stein,wenn sie durch Schwefelsäure verunreinigt ist, über
eine Unze essigsaures Kali,wenn sie aber Blei enthält, für sich selbst, und bewahre siein gut verschlossenen Gefäßen auf.
Sie sey farblos, von Vrenzlichem, Schwefelsäure, schweflig«Säure und Vlei frei, was durch den Geruch, durch salpetersaureBarytaufiösung und durch schwefelwasserstoffhaltiges Wasser erkanntwird. Spec. Gew. -- «,05N — <,«üo.
Die Essigsäure findet sich in dem Safte sehr vieler Pflanzen, mit Kaliverbunden, besonders in dem Safte von 8»mKucul nißl», sKoenix «»clv.liler«, Valium verum und l^Kuz »vpkinuw. Der Schweiß, der Harn undselbst die frische Milch der Thiere enthalten diese Säure; sie erzeugt sich beischlechter Verdauung in dem Magen. Sie ist ferner ein Product aus fastallen vegetabilischen und auch aus mehreren animalischen Substanzen, wennsie der trocknen Destillation unterworfen werden. Am häufigsten ist sie aberdasCrzeugniß derjenigen Art der Währung, welche wir die saure Währungnennen, über welche, so wie über die vermittelst des Platinsuborpdserzeugte Essigsäure, im 1. Th. S. 4. gehandelt worden ist. Durch dieWährung, bei Verwesung der in der Dammerde vorhandenen vegetabilischenund thierischen Stoffe, entsteht auch die bei sumpfigen Stellen sich fin-dende Essigsäure.
Schon bei Hc«l»m concenllHtum ist angegeben worden, daß Stahlzuerst eine reine starke Essigsäure aus den essigsauren Salzen darzustellenempfahl. Daß es möglich sey, eine reine Essigsäure in so sehr concentrir-tem Zustande darzustellen, daß sie in der Kälte krpstallisire, fand Lowitzim I. 178g, als er durch Frost concentrirten Essig im Wasserbade überKohlen abzog, und dann, als bei diesem Wärmegrade nichts mehr überde-stillirte, eine stärkere Hitze auf den Rückstand einwirken ließ. i?g5 machteer die Vorschrift bekannt, aus 5 Th. getrocknetem cssigs. Natron und 8 Th.saurem schwefels. Kali, und i8uo, aus 3 Th. troctnem essigs. Kali und 4Th. concentrirter Schwefelsäure, eine reine krystallisirbarc Essigsäure dar-zustellen , welche Säure er Eisessig, ^°ewm ^«ciale nannte. Die erstereMethode war denn auch die in die bisherige Pharmakopoe mit Abänderungder Verhältnisse aufgenommene. Jetzt ist die Anwendung des Bleizuckerszur Darstellung einer reinen Essigsäure, als mit geringeren Kosten zumZiele führend, nicht nur gestattet, sondern vorgeschrieben, indem bei diesem
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