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2 (1833) Zusammengesetzte Mittel
Entstehung
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Einleitung

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Oxyde aber vertritt es die Stelle einer Säure, daher man diese Ver-bindung wohl wassersaure Salze nennen könnte, sie aber mit dem

Namen Hydrat bezeichnet, z. B. das ätzende Kali Kalihydrat. DasWasser steht jedoch genau auf der Grenze oder im Uebergange zwi-schen Säuren und Basen, es ist also auf der einen Seite die schwächstealler Säuren, welche, mit höchst wenigen Ausnahmen, von allen an-dern Oxyden, welche möglicherweise die Rolle einer Säure spielenkönnen, ausgetrieben wird. Daher kommt es, daß die wasserhaltigenSauerstoffsäuren nichts von ihren sauren, und die mit Wasser ver-bundenen Salzbasen nichts von ihren basischen Eigenschaften verlieren,welche noch eher durch die Gegenwart des Wassers erhöht werden.Mit dem Namen Hydrat (von üic»^) bezeichnet man indeß in derlateinischen Nomenclatur nur diejenigen Verbindungen, in welchendas Wasser als Säure betrachtet wird; wir können deshalb nichtdie wasserhaltigen Säuren Hydrate nennen. Die Hydrate sind amgewöhnlichsten so zusammengesetzt, daß der Sauerstoff des Wassersund der Salzbasis gleich groß ist. Biswellen ist der Sauerstoff desWassers ein Bubmultiplum von dem Sauerstoffe des basischen Oxyds,es ist aber kein Beispiel bekannt, wo er ein Multtplum davonist. Einige Hydrate halten das Wasser mit einer solchen Asfumätfest, daß es durch die strengste Hitze nicht ausgetrieben we'^en kann,z. B. Kali, Natron, Baryterde, Strontianerde; andere lassen es md?r Glühhitze fahren, und noch andere bei einer noch nicht zum Glü-hen steigenden Hitze; einige geben sogar ihr Wasser ab, wenn sieunter Wasser bis zum Kochpunkte desselben erhitzt werden, z. B. dieHudrate des Zinnoxyduls und des Kupferoxyds. Die Hydrate derMetalloxude haben oft eine andereFarbe, als das Oxyd selbst; sosind die Hydrate des Zinnoxyduls und des Elsenoxyduls weiß, wah-rend die reinen Oxyde schwarz sind; das Hydrat des Kupferoxyds istazurblau und das reine Oxyd ist schwarz. Einige Chemiker habengeglaubt, daß diese Hydrate als solche mit Säuren zu Salzen ver-bunden werden könnten, ungefähr so, als, wenn das Hydrat eineeinzige Base wäre. Dies ist aber nicht richtig. Die Hydrate sind,wie erwähnt, als Salze zu betrachten, worin das Wasser die Säureist, die aber von jeder andern Säure verjagt wird, und das in denneutralen Salzen enthaltene Wasser ist das, was wir Krystallwassernennen, und es kommt davon fein Theil der Basis mehr zu alsdem andern Bestandteile des Salzes.