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erscheint. Die filtrirte Flüssigkeit wird alsdann der vor-geschriebenen Mixtur nach den Regeln der Kunst zuge-mischt, wenn ausdrücklich Ferrum jodatum recens verord-net ist. 3 TA. der filtrirten Flüssigkeit enthalten 1 Th.trocknes Eisenjodür.
Mit dem Eisen verbindet sich das Jod in 2 Verhält-nissen. Das lfache Jodeisen oder Eisenjodür entspricht demEisenoxydul, das l^fache Jodeisen oder Eisenjodid dem Ei-senoxyd. Zur Darstellung des Eisenjodürs, zu welcher diePh. Hamb. eine Vorschrift giebt, werden in eine Medicin-flasche mit dünnem Boden 20 Th. Wasser und 8 Th.Jod geschüttet, so dass die Flasche ungefähr zu \ ihresRauminhaltes gefüllt ist. Alsdann fügt man allmählig inkleinen Portionen 2 bis 2\ Th. fein gepulvertes reines Ei-sen hinzu. Nach dem Zusetzen einer jeden Portion Eisenschüttet man die sich erhitzende Flüssigkeit sanft um. EinErwärmen ist nicht nothwendig. Die anfänglich dunkel roth-braune Mischung verwandelt sich im Verlauf einer halbenStunde, auch wohl noch schneller in eine wenig gefärbteklare grünliche Flüssigkeit, in welcher etwas ungelöstes Ei-sen herumschwimmt. 1 Aeq. Jod (=126) erfordert 1 Aeq.Eisen oder 8 Th. Jod 1,78 Eisen, denn 126 : 28 = 8 : 1,78.Damit sich aber nicht Eisenjodid bilde, wird Eisen im Ue-berschuss zugesetzt. Die schwachgrünliche Flüssigkeit wirdnun rasch filtrirt und, will man ein trocknes Eisenjodürdarstellen, in einem porcellanenen, besser noch in einemeisernen Gefässe schnell so weit eingedampft, bis ein her-ausgenommener Tropfen auf einer kalten Eisenfläche so-gleich zu einer festen Masse erstarrt. Die heisse flüssigeMasse wird alsdann auf eine blanke eiserne Tafel ausgegos-sen, nach dem Erstarren sogleich in Stücke zerbrochen undin kleine gut zu verpfropfende Glasfläschchen gethan. Dadas Eisenjodür beim Abdampfen begierig Sauerstoff aus derLuft aufnimmt, wodurch Eisenjodid und Eisenoxyd sich bil-den, so muss das Eindampfen schnell geschehen. Dampftman bis zur Trockne ein, so verflüchtigt sich einTheil des Jods.
Ei.genscha ft en.
Das nach der so eben gegebenen Vorschrift
gewonnene Eisenjodür ist eine trockne graugrüne geruchlose, süss-lich zusammenziehend und hintennach jodartig schmeckende krystal-linische Masse, löslich in Wasser und Weingeist An der Luft zer-