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1 (1855)
Entstehung
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Da das Roheisen stets 1 bis 2 Proc. Arsen enthält, so wird beim Auf-lösen zugleich Arsenwasser (vergl. S. 643) entwickelt.

Das Eisen, Fe, dessen Aeq.-Gew. 28 beträgt, verb/ndet sich mitSauerstoff in 4 Verhältnissen :

i. Eisensuboxyd, Fe 4 0. Es wird gebildet, wenn Eisendrathin der Flamme eines Knallgasgebläses zu einer Kugel geschmolzen wird.

2. Eisenoxydul, FeO. Aeq.-Gew. 30 Im reinen Zustande einschwarzer Körper. Er bildet sich beim Auflösen des Eisens in ver*dünnten Säuren unter Wasserstoffgasentwickelung. Kalte verdünnteSalpetersäure löst das Eisen ohne Gasentwickelung und unter Bildungvon salpetersaurem Eisenoxydul-Ammon auf. Alkalien schlagen dasOxydul aus seinen Lösungen als weisses Oxydulhydrat nieder, wel»ches bei Einwirkung der Luft durch Sauerstoffaufnahme sogleichgrau, dann grün, schwarzblau und zuletzt zu gelbbraunem Oxydhy-drat wird. Wird das weisse Oxydulhydrat geschützt vor der Luft ge-kocht, so wird es schwarz. Es ist eine starke Base. Seine Salze imwasserfreien Zustande sind farblos, im wasserhaltigen krystallisirtenZustande bläulich oder grün. Sie ziehen Sauerstoff aus der Luft undwerden Oxyduloxyd- oder Oxydsalze. S. auch Seite 183 und Ferrumoxydulatum.

3. Eisenoxyd, Fe J G 3 . Aeq.-Gew. 80. Das Eisenoxyd ist imreinen Zustande ein rothes unmagnetisches Pulver, welches in sehrhoher Temperatur etwas Sauerstoff abgiebt und zu Oxyduloxyd wird.Das geglühte Oxyd löst sich nur langsam in den Säuren. Wird esaus seiner Lösung durch ein Alkali oder eine Erde gefällt, so nimmtes etwas Säure mit in den Niederschlag, wenn die Menge des Fällungs-mittels zu gering ist, dagegen nimmt es beim Niederfallen einen Theildes Fällungsmittels auf, wenn dieses im Ueberschuss angewendet wird.Die Eisenoxydniederschläge sind Hydrate des Eisenoxyds. Sie sindrothbraun, sehr voluminös und leicht löslich in den Säuern. Die Lö-sungen der Eisenoxydsalze reagiren sauer, viele derselben zersetzensich allmählig unter Abscheidung eines basischen Eisenoxydsalzes.Die meisten Eisenoxydsalze besitzen eine gelbe oder gelbrothe Farbe,einige Salze sind farblos S. auch Seite 183. und Feirum oxydatumfuscum.

4. Eisensäure, FeO 3 . Aeq.-Gew. 52. Sie ist von Frcmy nach-gewiesen. Sie wird dadurch hergestellt, dass ein Gemisch ausEisen-oxyd, salpetersaurem Kali und Aetzkali einer starken Glühhitze aus-gesetzt wird. Die gewonnene rothe Salzmasse, welche in Wasser mittiefweinrother Farbe löslich ist, ist eisensaures Kali. Wird durch Zu-satz einer Säure die Eisensäure abgeschieden, so zerfällt diese alsbaldin Eisenoxyd und Sauerstoff.

Mit Schwefel verbindet sich das Eisen in mehreren Verhältnis-sen. Vergl. Ferrum sulphuralum.

Das Eisen ist ein wichtiger Gegenstand der pharmaceu-tischen Praxis. Das Roh- oder Gusseisen enthält Sili-

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