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1 (1855)
Entstehung
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1073
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gelrieben wird. Die Steine, in welchen die Formen liegen, heisse«die Backensteine. Der untere The/I des Gestelles ist der Herd,in welchem sich das geschmolzene Metall und die auf diesem schwim-menden flüssigen Schlacken ansammeln. Zwischen den Backenstei-nen an der sogenannten Arbeitsseite des Ofens liegt, gehalten durcheine eiserne Stange, der Tümpelstein t und der Wallstein w.Der ausserhalb des Ofens liegende Raum v des Herdes ist der Vor.herd. Der Wallstein ist nur an der einen Seite mit den Backen oderSeitenwänden des Herdes dicht verbunden, auf der anderen ist einkleiner Zwischenraum übrig. Dieser wird mit Gestübbe (d. h. einemGemenge aus Lehm und Kohle) verstopft. Wird nun das Gestübbe,wenn der Herd gefüllt ist, durchstochen, was man abstechen nennt,so fliesst durch die Stichö f fn ung das Roheisen oder Gusseisen*ein sehr kohlenstoffhaltiges und mit Schwefel Phosphor Arsen Kie-sel etc. verunreinigtes Eisen, ab. Um dieses geschmeidiger undschmiedbar zu machen, es in Stabeisen zu verwandeln, muss esgereinigt werden. Diese Arbeit heisst die Frischarbeit und be-steht darin, dass das Roheisen vor dem Gebläse auf Herden oder iriFlammenöfen unter Umrühren (Pudlingsarbeit) unter Zutritt der Luftgeschmolzen wird. Dadurch werden die verunreinigenden Stoffe, wie"Schwefel Phosphor Kiesel Arsen etc., aber auch etwas Eisen oxydirt.Es scheidet sich eine Schlacke, Frischschlacke, ab, welche der Haupt-menge nach aus kieselsaurem Eisenoxydul besteht. Dieses Silikatwirkt in der Weissglühhitze auf das Roheisen weiter oxydirend ein,so dass die Kohle und die anderen Beimischungen schneller sich oxy-diren und theils in die Schlacke übergehen; das Eisenoxydul desSilikats wird grössten Theils zu Eisen reducirt nnd geht wieder mitder übrigen Eisenmasse zusammen. Das Eisen verliert hierbei all-mählig seine Schmelzbarkeit und bildet zuletzt lose zusammenhän-gende Klumpen, die Luppe, welche zwischen Walzen und unterschweren Hämmern zu Stäben geformt werden Das Stabeisen ent-halt noch ungefähr ^Proc Kohle und Spuren von Kiesel, Mangan etc. EinPhosphorgehalt macht es kaltbrüchig (in der Kälte leicht zerbre-chend), ein Schwefelgehalt dagegen rothbrüchig (beim Schmiedender Rothglühhitze brüchig).

Stahl ist ein kohlenstoffreicheres Eisen, jedoch mit weuigerKohlenstoff als im Roheisen. Er wird entweder durch Schmelzungvon Roheisen unter Kohlen vor dem Geblase (Rohstahl), oder durchGlühen von Slabeisen zwischen Kohlenpulver in verschlossenen thö-nernen Kästen tCä m en tstahl) dargestellt. Wird letzterer unter ei-ner Decke Glas umgeschmolzen, so erhält er den Namen GussstahLEr wird zu Stäben ausgestreckt (gegerbt oder rafflnirt).

Die Darstellung des reinen Eisens im Kleinen besteht darin, dassman feinen Eisendraht mit etwas Eisenoxyd, Quarz, Pottasche undKreide in einem feuerfesten Tiegel einschmilzt. Unter der sich bil-denden Schlacke sammelt sich das reine Eisen. Lässt man über ge-

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