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1 (1855)
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Das gallensaure Natron, Natrum chole'inicum, hat therapeu-tische Anwendung gefunden. Man stellt es (jedoch unrein) dadurchher, dass man frische Ochsengalle bis zur Hälfte eindampft, mitgleichviel Weingeist vermischt, filtrirt, mit Thierkohle digerirt, wie-derum filtrirt, den Weingeist abdestillirt, den Rückstand zur Syrups-dicke eindampft und mit Aether schüttelt und abwäscht. Hieraufwird es im Wasserbade zur Trockne eingedampft und zu Pulverzerrieben.

Das Extractum Sanguinis bovini, eingedicktes Rin-der- oder Ochsenblut, ist in neuerer Zeit in den Arzneischatz ein-geführt. Frisches Rinderblut wird kolirt und sogleich unter Umrüh-ren im Wasserhade zur Trockne eingedampft und ausgetrocknet. Eswird in Glasgefässen aufbewahrt. Das Bocksblut, Sanguis Hirci,ist noch ein Volksmittel, welches in den Officinen gehalten und imHandel als eine sehr trockne harte Substanz bezogen wird. Es istRindsblut, welches nicht im Wasserbade, sondern bei weit stärkererHitze ausgetrocknet ist.

Extractum Carnis (Kreatin) wird bereitet, indem man frischeskleingeschnittenes Rindfleisch im Mörser zerstösst, mit Wasser zu ei-nem dünnen Breie mischt, stark auspresst, die Flüssigkeit bis auf 80bis 90° C. erhitzt, das ausgeschiedene Eiweiss durch Filtration ab-sondert und die klare Flüssigkeit zur Extraktkonsistenz eindampft.Ausbeute 4 bis 5 Proc.

Ferrum.

Fer; Iron; Eisen.

l*ll. Bor. Es wird als Drath, Feilspäne oder Drehspä-ne angewendet. Es darf nicht mit Kupfer verunrei-nigt sein.

B*ll. lluillb. Nur das dehnbare Eisen, nicht das Gussei-sen, soll in den Gebrauch genommen werden. In verdünn-ter Chlorwasserstoffsäure soll es völlig löslich sein; auchsoll es nicht mit Kupfer verunreinigt sein, erkennbar durchdie blaue Farbe beim (/ebersättigen der Lösung mit Aetz-ammonflüssigkeit.

I»li. Hann., §ax., Sl. Ilols.

Das Eisen war schon den ältesten Völkern bekannt.Moses erwähnt schon des Eisens und der Oefen, in welchendieses Metall geschmolzen wurde, und schildert den Tubal-kain, welcher vor der Sündfluth lebte, als einen Künstler inErz und Eisen.

In der Natur kommt das Eisen im metallischen Zustande