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Umrühren vereinigt. Siehe auch unter Emplastrum Plumbi compositum.Unter halberkaltete Pflastermischung versteht man eine solche, wel-che noch flüssig, aber nicht weit von dem Punkte entfernt ist, zuerstarren. Die Temperatur einer halberkalteten Pflastermischung liegtungefähr zwischen 50 und 70° C.
Ein Koli ren geschmolzener Pflastermischungen (durch lose Lein-wand oder Werg) sucht man, wenn es nur angeht, zu vermeiden,weil dies eine sehr schmutzige und unangenehme Arbeit ist. Besserist es die Ingredienzien in einem solchen Zustande und so rein zuverwenden, dass sie einer Reinigung durch Koliren nicht bedürfen.Desshalb benutzt man auch häufig gepulverte und durch ein Siebgeschlagene Harze, z. B. gepulvertes Wolofon, zum Schmelzen.
Unter Sparadrape, Sparudrapa, versteht man gewebte Zeuge,wie Leinwand, Taffent, welche mit einer sehr dünnen Lage einesPflasters oder mit Stoffen überzogen sind, welche in dieser Art wiePflaster benutzt werden, z. B. das Englische Klebpflaster, Drouetti'sBlasenpflaster Zeuge oder Leder mit einer dickeren Lage Pflaster-masse bestrichen unterscheidet man gemeinlich als „gestrichene Pfla-ster." Das Ausstreichen (extensio) der Pflastermasse geschieht aufLeinwand supra linleum), Taffent (pannum sericeum), Schaf - oder Kalb-leder (supra alutam s. corium). Nicht auf die glatte, sondern auf dierauhe Seite des weiss gegerbten Leders wird das Pflaster gestrichen.Empl. Cantharidum, — Meliloii, — Hyoscyami, — Conti, — belladonnaeund ähnliche Pflaster werden mit den Fingern weich geknetet unddann mit dem angefeuchteten Daumen der rechten Hand oder einemSpatel in der Dicke eines Messerrückens ausgestrichen. Tenuiter (ex-tende) entspricht ungefähr der halben Messerrückendicke, crasse derDicke von t ^ bis 2 Messerrücken. Die Oberfläche des gestrichenenPflasters glättet man durch einen erwärmten Spatel. Empl. sapona-lum, —- Hydrargyri, — Plumbi comp, und ähnliche Pflaster werdendurch Legen in warmes Wasser erweicht und dann mit Hülfe eineserwärmten Spatel ausgestrichen. Empl. oxyeroceum, — Opii und an-dere ähnliche Pflaster werden bei gelinder Wärme geschmolzen undmit erwärmtem Spatel ausgestrichen. Zu heiss darf das geschmolzenePflaster nicht aufgetragen werden, weil es sonst das Zeug oder dasLeder durchdringen würde. Das Pflaster wird nicht auf die ganzeFläche des Zeuges oder Leders gestrichen, sondern man lasst denRand desselben um 1 bis J Zoll frei. Ist ein gestrichenes Pflastermit Heftpflaster zu umgeben , So streicht man entweder das Pflasterauf mit Heftpflaster überzogene Leinwand, indem man diese an denRändern um J Zoll breit hervorstehen Iässt, oder man rollt aus demHeftpflaster mit genässten Händen lange, wie Bindfaden dicke Cylin-der, welche man um den Rand des Pflasters legt und mit dem an-gefeuchteten Spatel an und gleichmässig breit drückt.
Die Grösse und Form des auszustreichenden Pflasters wird ent-weder nach dem Quadratmaasse, oder nach der Grösse und Form be-