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Ausrollen mit Wasser, und eine Oelseite, zum Ausrollen mit Oel. DieWasserseite pflegt man mit IV, die Oelseite mit Ö zu bezeichnen^welche Buchstaben darin an der Seite eingegraben sind. Aus Har-zen nur bestehende Pflastermischungen werden nicht ausgerollt, weilsie in der Ruhe die runde Form auch nicht beibehalten würden.Diese werden auf eine kalte, schwach mit Oel bestrichene, porcellaneneoder metallene Fläche ausgegossen und nach dem Erkalten in Stückezerbrochen aufbewahrt. Einigen Pflastern, welche besonders vielWachs enthalten, giebt man die Form der Cerate, indem man sie inBlechcisten oder ähnlich gestaltete Panierkapseln ausgiesst und wei-ter behandelt, wie Seite 796 unter Ceratum Celacci angegeben ist.
Zum Aufbewahrungsort der Pflaster wählt man einen trock-nen, aber kühlen Ort. Als Aufbewahrungsgefässe eignen sich hölzerneKästen, für Pflaster mit flüchtigen Bestandtheilen Blechkästen. Indiese Gefässe werden die Pflaster in der Art eingeschichtet, dass zwi-schen je 2 Schichten ein Blatt hartes Papier oder Wachspapier zu*liegen kommt.
Bei der Darstellung der Pflaster und Pflastermischungen mussdie Mischung so vollständig als möglich ausgeführt werden, damitdas Produkt eine homogene Masse bilde. Die Ingredienzien, welcheunter und bei der Temperatur des kochenden Wassers schmelzbarsind, z. B. Cera, Cetaceum, Resina Pini, Elend, Tcrebinihina, Oleum Ca~cao, Stearin, Sevum, Pix navalis, Emplaslrum Plumbi etc. werden beisehr gelinder Hitze oder im Wasserbade durch Schmelzung flüssiggemacht und gemischt. Als Schmelzgefässe benutzt man kupferneverzinnte Pfannen mit Handhaben. Kolofon (auch Asphaltum) wirdüber freiem Feuer geschmolzen. Während des Schmelzens oder Zergehenlassens der gedachten Substanzen wird öfters umgerührt, umein Anbrennen oder Ueberhitzen zu verhüten, weil sie fjst sämmtlichschlechte Wärmeleiter sind Im Wasserbade kann natürlich ein An-brennen nicht stattfinden. Feste Substanzen, welche schwierig odernicht schmelzbar sind oder flüchtige Stoffe enthalten , z. B. MyrrheMastix Sandarak Benzoe Olibanum (Asphalt) Bernstein Seife OpiumPflanzenpulver etc., werden in feinster Pulverform den geschmolze-nen, nicht zu heissen Pflastersubstanzen zugesetzt und durch Umrüh-ren damit vereinigt. Kamfer, flüchtige Oele, Perubalsam und ähn-liche werden stets der halberkalteten Masse zugesetzt. Kamfer wirdzuvor mit wenigem fetten Oele oder Weingeist zerrieben, oder in et-waigen flüchtigen Bestandtheilen des Pflasters gelöst. Extrakte müs-sen zuvor mit etwas Terpenthin und einigen Tropfen Wasser beson-ders gemischt und dem halberkalteten Pflaster unter Agitiren zuge-setzt werden. Sehr häufig werden Gummiharze, wie Ammoniacum undGalbanum, in Terpenthin gelöst einer Pflastermasse zugesetzt. DieGummiharze werden mit dem Terpenthin im Wasserbade geschmol*zen und agitirt und dann mit der halberkalteten Pflastermasse, unter
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