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1 (1855)
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926
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men destill. Wassers hinein, als nöthig ist, um das gebildeteschwefelsaure Kupferoxyd zu lösen. Hierzu ist 18 bis 20malsoviel Wasser erforderlich, als Kupfer in Arbeit genommenwurde. Die Auflösung wird durch wiederholte Heizung desSandbades unterstützt. Neben kleinen Mengen ungelöstenKupfers bleibt noch ein schwarzer pul verförmiger Körper un-gelöst. Dieser ist Schwefelkupfer. Es bildet sich dasselbein Folge der völligen Desoxydation einer kleinen Mengeschwefliger Säure durch das Kupfer. Die Lösungwird nachdem Erkalten fiftrirt, durch Eindampfen bis auf ein halbesVolum eingeengt und alsdann an einem kühlen Orte zurKrystallisation bei Seite gestellt. Durch Einengen der Mut-terlauge erhält man weitere Krystalle, so dass die Ausbeutedurchschnittlich 3£ mal so viel, als man Kupfer in Arbeitnahm, beträgt. Die Krystalle werden mit etwas kaltem Was-ser abgewaschen. Nachdem man das Wasser hat abtropfenlassen, trocknet man sie bei mittlerer Temperatur zwischenFliesspapier. Eine andere empfehlenswerthe Bereitungsme-thode besteht darin, das Kupfer mittelst Salpetersäure zuoxydiren. 4 Th. Kupfer, 7 Th. konc. Schwefelsäure, verdünntmit 24 Th. Wasser, und 8 Th. reine Salpetersäure von 1,200spec. Gew. werden in einem Kolben zuerst einer gelindenDigestionswärme ausgesetzt, später allmählig bis zum Auf-kochen erhitzt. Unter Ausscheiden von Stickoxyd, welchesdurch den Sauerstoff der Luft sich zu Untersalpetersäurehöher oxydirt, geht die Bildung des schwefelsauren Kupfer-oxyds vor sich.

Der Kupfervitriol des Handels ist bis auf einen gerin-gen Gehalt an schwefelsaurem Eisenoxydul ziemlich rein.Aus dem käuflichen Kupfervitriol allein durch wiederholteKrystallisation ein reines Kupfersalz herzustellen, findet ei-nige Schwierigkeit in der Isomorphie des Eisenoxyduls undKupferoxyds (siehe Seite 115). Stellt man eine Lösung desKupfervitriols längere Zeit dem Einflüsse der Luft aus, sooxydirt sich dass Eisenoxydul zu Eisenoxyd, welches sichgrösstentheils absondert und durch Filtration entfernt wer-den kann. In kürzerer Zeit erreicht man dasselbe, wennman 10 Th. Kupfervitriol, in ein grobes Pulver verwandelt,