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1 (1855)
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pfernen Gefässen kochen, ohne dass sie kupferhaltig werden, dennder Dampf der Flüssigkeit hindert die Berührung der Luft mit demKupfer: Iässt man aber die gekochte Flüssigkeit in denselben Ge-fässen erkalten, so tritt die Oxydation des Kupfers alsbald ein unddie saure Flüssigkeit wird kupferhaltig. Unter denselben Umständenwerden auch viele Flüssigkeiten kupferhaltig, wenn sie Salze enthal-ten, die mit Kupferoxyd lösliche Verbindungen eingehen. Fette undOele in kupfernen Gefässen aufbewahrt werden gleichfalls kupfer-haltig in Folge der Bildung von Fettsäuren. Auf dieses Verhalten hatman stets Rücksicht zu nehmen, wenn man kupferne Gefässe in Ge-brauch zieht Bei Abschluss der Luft vermag die Chlorwasserstoffsäurekein Kupfer aufzulösen, konc. Schwefelsäure wirkt nur beim Erhitzenauf das Kupfer. Es entsteht schwefelsaures Kupferoxyd und schwef-lige Säure, welche entweicht. Salpetersäure löst dagegen das Kupfersehr leicht, wobei salpetersaures Kupfer entsteht und Stickoxyd ent-weicht Aus seinen Lösungen wird das Kupfer durch Eisen, Zink,Blei, Zinn etc. gefällt Silber und Quecksilber werden aus ihren Lö-sungen durch Kupfer abgeschieden.

Das Kupfer kann sich mit Sauerstoff in 4 Verhältnissen verbin-den. Diese Verbindungen werden durch Kohle und Wasserstoffgasleicht reducirt

Das Kupferoxydul, Cu 2 0, welches in der Natur als Rothkupfererzin oktaedrischen Krystallen vorkommt, wird durch gelindes Glühen ei-nes Gemenges von 5 Th. Kupferchlorür und 3 Th. trocknem kohlen-sauren Natron in einem verschlossenen Tiegel und Auswaschen dererkalteten Masse mit Wasser dargestellt. Es ist ein rothbraunes Pul-ver. Das Hydrat des Kupferoxyduls erhält man durch Fällen einerKupferchlorürlösung mittelst Kalilauge als ein gelbes Krystallpulver,welches sich schnell an der Luft in Oxydhydrat verwandelt. Das Ku-pferoxydul wird durch verdünnte Säuren in metallisches Kupfer undsich auflösendes Oxyd zersetzt. Daher giebt es auch nur wenige Ku-pferoxydulsalze. Glasflüsse färbt es blutroth. ^Siehe auch S. 188.)

Kupferoxyd, CuO, ist ein schwarzes Pulver. Es wird durchAuflösen von Kupfer in Salpetersäure, Filtriren der Lösung und Glü-hen des zur Trockne eingedampften Salzes (Cuptum oxydatumnigrum Rademacheri; höchsle Dosis 5 Gran) oder durch Glühen deskohlensauren Kupferoxyds dargestellt. Aus seinen Auflösungen wirdes durch Kali als ein schönblaues Hydrat, CuO,HO, gefällt, welchesaber beim Erhitzen bis zum Aufkochen das Hydratwasser verliert undzu schwarzem Kupferoxyd wird. (Siehe auch S. 186.) Glasflüsse färbtes grün. Säuren lösen es leicht auf. Die Kupferoxydsalze ha-ben im wasserhaltigen Zustande eine blaue, oder grüne Farbe, imwasserfreien sind sie weiss. Ihre Lösungen röthen Lackmus undschmecken metallisch. Mit wenig Aetzammon verselzt wird ein ge*färbtes basisches Salz gefällt, welches nach Zusatz von Amnion im

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