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mer unbrauchbar. Es enthält nämlich noch eine grosse Menge Ku-pferoxydul, welches die Dehnbarkeit des Kupfers ungemein verrin-ringert. Es wird desshalb nochmals unter einer Kohlendecke ge-schmolzen (hammergaar gemacht 1 . Sind die Kupfererze Silber-haltig, so wird vor dem Gaarmachen dem Schwarzkupfer durch dieSaigerung das Silber entzogen. Hiervon ist schon unter Argentum(siehe d. A ) das Nölhigste angeführt. Aus den sogenannten Cement-wässern, Kupfervitriol enthaltenden Grubenwässern, wird durchHineinlegen von altem Eisen metallisches Kupfer gefällt. Dieses Ku-pfer ist das sogenannte Cernentkupfer.
Das Kupferblech des Handels ist ziemlich, gediegenes fast ganzrein. Um ein reines Kupfer für pharmaceutische Präparate sich dar-zustellen, fällt man aus einer kochenden wässrigen Lösung des schwe-felsauren Kupferoxyds (Kupfervitriols) mit reinem Zink das Kupfer,kocht das Metallpulver mit stark verdünnter Chlorwasserstoffsäure,wäscht es gut und schnell mit Wasser ab, trocknet es und bewahrtes in gut zuverstopfenden Flaschen.
Eigenschaften. Das Kupfer ist mit Ausnahme des Titans daseinzige Metall, welches eine hellrothe Farbe besitzt. Die dunkelro-the Oberfläche des Kupfers rührt von Kupferoxydul her, womit esgemeinlich bedeckt ist Es besitzt einen lebhaften Glanz, ist hart,elastisch, zähe und sehr dehnbar. Das spec. Gew. des gegossenenKupfers ist 8,83, das des gewalzten oder geschmiedeten 8,95. In star-ker Rothglühhitze (1090° C.) schmilzt das Kupfer, wobei seine Ober-fläche eine meergrüne Färbung zeigt und es selbst Sauerstoff aus derLuft aufnimmt, welcher beim Erstarren des Kupfers wieder entweichtund dieses blasig macht. Aus diesem Grunde ist es nicht zu Guss-waaren anwendbar, wird aber zu diesem Zwecke mit Zinn oder Zinklegirt. In hoher Weissglühhitze verflüchtigt sich das Kupfer. Es istein guter Wärmeleiter und eignet sich daher besonders zu Kochge-schirren. An trockner Luft bleibt es unverändert, in feuchter be-kommt es einen grünen Ueberzug von basisch-kohlensaurem Kupfer-oxyd (Grünspahn), beim schwachen Erhitzen überzieht sich seineOberfläche mit einer dunkelbraunen Schicht, Kupferoxydul, durchstärkeres Erhitzen wird diese zu einer dicken Kruste von Kupferoxyd(Kupferhammerschlag). Weil der Oxydulüberzug besser der Luft undder Feuchtigkeit widersteht, als das Metall, so erzeugt man ihn oftabsichtlich auf kupfernen Gerätschaften, indem man sie in einermit vielem Wasser verdünnten Mischung aus 2 Th. Grünspahn und1 Th. Salmiak kocht.
Sehr schwache und verdünnte Säuren sind ohne Wirkung aufdas Kupfer, so lange dieses von der flüssigen Säure z. B. bedecktund der Sauerstoff der Luft von ihm abgehalten ist. In Berührungmit diesen Säuren und der Luft aber oxydirt es sich schnell und bil-det mit den Säuren Salze. Man kann viele saure Flüssigkeiten in ku-