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weder mit irgend einem fetten oder ätherischen Oele, nochmit Copaivabalsam verfälscht sei.
Ph. llaml»-, Hano., Sax., SI« Hols.
Jllyrospermniu (MyroxylonJ peruiferiim De Cand.
pwietatuin Klotzsch.Leguminosae. Trib. Papilionaceae.Decandria Monogynia. G. u. v. Schi. 278.
Myrospermum und Myroxylum sind synonym. Es scheintder PerubaJsam von mehreren Myrospermenarten gewonnenzu werden. Wazsewiez bezeichnet 3 derselben als Mutter-pflanzen und nennt sie M. punetatum, pubescens und myrtifolium.
Der Perubalsam kommt neueren Nachrichten zu Folgevon der Westküste Centralamerikas, der Balsamküste. Hiersammeln ihn die eingeborenen Indianer, indem sie die Rinde ein-schneiden, etwas ausbrennen und dann baumwollene oder wolleneLäppchen hineinstecken. Wenn diese sich vollgesogen haben, wer-den sie durch neue ersetzt. Die vollgesogenen Lappen kocht manaus und füllt den sich abscheidenden Balsam in Kalebassen oder Bla-sen. So bringen ihn die Indianer nach Sonsonate. Die Kaufleute,welche hier den Balsam aufkaufen, lassen denselben einige Zeit ab-setzen und giessen ihn durch ein Sieb, um Holzstückchen oder Läpp-chen daraus zu entfernen. Auch in anderen Gegenden Amerikas, wieIn Neu-Granada, Peru, Columbien, Mexiko wird Perubalsam gewon-nen. Nach Einigen soll der Balsam freiwillig aus den verwundetenStämmen der Myrospermen ausfliessen, nach Anderen sollen die Zweige,Rinde und andere Theile dieser Bäume ausgekocht und durch Ver-dampfen des Wassers der Balsam dargestellt werden. Auch wird ver-muthet, dass der Perubalsam das Produkt aus dem Holze und ande-ren Theilen der Myrospermen - Arten in Folge einer sogenanntenSchweelung (Ausbratens, trockner herabsteigender Destillation) sei,die Gewinnungsart also mit der unseres Theers viel Aehnlichkeit habe.
Früher kamen verschieden konsistente Perubalsame inden Handel, jetzt kommt ausschliesslich zu uns nur eine Sorte,welche von den vorstehenden Pharmakopoeen auch aufge-nommen ist. Diese bildet eine öligharzige, syrupsdicke, roth-schwärzliche oder röthlich dunkelbraune, fast undurchsich-tige, in sehr dünnen Schichten jedoch durchsichtige Flüssig-keit, welche mit höchstrekt. Weingeist eine trübe, mit alko-holisirtem Weingeist aber eine fast klare Lösung giebt. DerGeschmack dieses Balsams ist anfänglich milde, hierauf er-