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schüttet, mit Balsam übergiesst und dann gelind erwärmt,indem man das Gläschen aui eine flache bis auf 40° erhitzteEisenplatte stellt, (nicht aber über eirie Flamme bringt). Dergute Balsam verhält sich bei dieser Temperatur gemeinlichindifferent gegen Jod, bei Gegenwart von Terpenthinstoflenaber bemerkt man bald eine Reaktion, welche vom Jod instrahlenförmiger Bewegung ausgeht und sich noch leichtererkennen lässt, wenn man das Uhrgläschen dann auf einweisses Papierblättchen stellt. Bei starker Terpenthinölbei-mischung entwickeln sich selbst Joddämpfe. Durch den Ge-ruch entdeckt man auch wohl diese Beimischungen, wennman den Balsam auf glühend heisses Eisen spritzt.
Die Bereitung der Copaivabalsam-Emulsionen ge-schieht nach denselben Regeln, wie diese von der Bereitungder Oelemulsionen bekannt sind. Vergl. auch Emulsio oleosa.Das Unterbringen des Balsams in Pillenmassen ist ohnebesondere gewisse Beimischungen oft sehr misslich, mitun-ter gar nicht ausführbar. Erkaltete Mischungen von Bal-sam und Wachs oder gekochtem Terpenthin lassen sich leichtmit Pulvern zu guten Pillenmassen verarbeiten. Auch ge-brannte, selbst kohlensaure Magnesia giebt, dem Balsam bei-gemischt, diesem eine dichtere Konsistenz, die Mischungmuss aber hierzu einige Zeit stehen. Die Darstellung desBalsamum Copaivae ceratum geschieht durch Schmel-zung des Wachses (1 Th.) im Wasserbade und Hinzumi-schen von Kopaivabalsam (2 Th.). 1 Th. Wachs, 2 Th.Balsam und 5 bis 5 \ Th. Kubebenpulver geben eine gutePillenmasse. Das Kubebenpulver wird der erkaltetenW acbsmischung zugesetzt.
Die Capsüls, Capsulae gelatinosae Bals. Copaivae repletae, Capsu-les gelatineuses au bäume de Copahu sind durchsichtige kugelrundeoder ovale dünne Leimhüllen, welche mit Capaivabalsam gefüllt sind.Als Arzneimittel hat man in neuerer Zeit das flüchtige Oel desCopaivabalsams, Oleum Baisami Copaivae aethereum angewen-det. Man gewinnt es durch Destillation des Balsams mit Wasser. Esist wasserhell, von dem Gerüche und Geschmacke des Balsams. Dernach der Destillation im Rückstande bleibende Harzstoff, BalsamumCopaivae inspissatum s. siecum s. Parisiense wird gleichfallsals Arzneimittel angewendet.
Gurjunbalsam, Ualsamum Gurjun, Wood oil, ist eine dickliche